Internetführerschein: NRW plant Medienpass für Kinder und Jugendliche

Ein selbstbestimmter, kritischer Umgang mit Medien und eine Minimierung der potenziellen Risiken sind die Ziele des Medienpasses NRW. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen, die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) und die Medienberatung NRW wollen das mit einem Medienpass ermöglichen. Kindern und Jugendlichen soll das nötige Wissen künftig in den Schulen vermittelt werden. Damit sollen laut Medienministerin Dr. Angelica Schwall-Düren(öffnet im neuen Fenster) (SPD) alle Kinder erreicht werden können.
"Jedes Kind muss Zugang zu Medien und Medienbildung haben. [...] Wir wollen beste Chancen für alle Kinder in unserem Land und laden daher auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, ihre Ideen und Vorschläge online einzubringen" , sagte Schwall-Düren. Schulministerin Sylvia Löhrmann ergänzte: "Unser Ziel ist es, einen Kompetenzrahmen zu entwickeln, der Lehrerinnen und Lehrern sowie pädagogischen Fachkräften der Jugendarbeit als Orientierung dienen soll."
Löhrmann ruft Grundschulen dazu auf, sich als Pilotschulen für die Erprobungsphase zu bewerben. Die beteiligten Grundschulen sollten dann später ihre Praxiserfahrungen mit den zur Verfügung gestellten Unterstützungsangeboten in den Medienpass einbringen, heißt es weiter. Als Nachweis soll der Medienpass das Kompetenzniveau dokumentieren und die jungen Menschen zur weiteren Beschäftigung mit den Medien motivieren.
Der Medienpass soll laut offizieller Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) in einem mehrstufigen Verfahren gemeinsam mit der Öffentlichkeit, Experten sowie den Lehrern der Pilotschulen erarbeitet werden. Bürger haben noch bis zum 25. Juli 2011 Zeit, in einer Onlinekonsultation unter medienpass.nrw.de(öffnet im neuen Fenster) darüber zu diskutieren, welche Kenntnisse und Fähigkeiten Kinder und Jugendliche in verschiedenen Altersstufen haben sollten.
Der Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, Dr. Jürgen Brautmeier, erklärte dazu: "Medienkompetenz ist eine Schlüsselkompetenz, die in hohem Maße zu einem chancengerechten Bildungszugang sowie zu einer größtmöglichen Teilhabe des Einzelnen am gesellschaftlichen und politischen Leben beiträgt. Ein selbstbestimmter, kritischer Umgang mit Medien trägt zudem dazu bei, potenzielle Risiken, die von Medien ausgehen können, zu minimieren." Gemeint sind damit vor allem das Internet sowie Computer- und Videospiele.



