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Marktzahlen Mai 2011: US-Spielehandel weiter im Minus

L.A. Noire und Brink waren im Mai 2011 die meistverkauften Titel im US-Spielehandel, aber den Trend der rückläufigen Umsätze konnten beide nicht stoppen. Wie groß der Markt derzeit tatsächlich ist, ist unklar – denn Downloads dürften immer weiter an Bedeutung gewinnen.
/ Peter Steinlechner
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L.A. Noire (Bild: Rockstar Games)
L.A. Noire Bild: Rockstar Games

Seit Monaten sinken die Umsätze der Spielebranche an den US-Ladenkassen. Und so ganz klar ist es nicht: Liegt es vor allem am sinkenden Interesse der Kundschaft – oder doch vor allem daran, dass Umsätze über Xbox Live, den Playstation Store, den App Store und ähnliche Angebote rasant an Bedeutung gewinnen? Die Unternehmen veröffentlichen keine detaillierten Zahlen. Was es gibt, sind frische Ergebnisse des Marktforschungsunternehmens The NPD Group(öffnet im neuen Fenster) : Denen zufolge ist der Branchenumsatz mit Software und Hardware im Mai 2011 um rund 14 Prozent auf 743 Millionen US-Dollar zurückgegangen – eines der schwächsten Monatsergebnisse seit Jahren. Die Marktforscher selbst nennen als Grund zum einen selbst die für sie nicht erfassbare digitale Distribution, zum anderen die vergleichsweise geringe Anzahl an Neuveröffentlichungen.

L.A. Noire – Test (keine Spoiler)
L.A. Noire – Test (keine Spoiler) (04:21)

Bestverkauftes Spiel war das von Rockstar Games stammende L.A. Noire , auf dem zweiten Platz folgt der Ego-Shooter Brink und auf Platz drei Lego: Pirates oft he Caribbean. Das Knobelspiel Portal 2 hat es immerhin noch auf Platz vier geschafft. Mit Spielen wurden im Mai 2011 insgesamt Umsätze in Höhe von 400 Millionen US-Dollar erzielt, ein Rückgang um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Im Hardwaremarkt haben die Unternehmen rund 229 Millionen US-Dollar erzielt – ein Minus von rund fünf Prozent, so The NPD Group. Microsoft liegt nach eigenen Angaben mit 270.000 verkauften Xbox 360 vorne, ein Jahresplus von angeblich fast 40 Prozent. Sony nennt einen Zuwachs von 14 Prozent gegenüber dem Mai 2010, meldet aber keine genauen Verkaufszahlen der Playstation 3 . Nintendo hat gar keine aktuellen Angaben gemacht. Im Zubehörmarkt gab es ein Minus von sechs Prozent auf 114 Millionen US-Dollar.


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