Türkei: 32 mutmaßliche Anonymous-Mitglieder festgenommen

Die türkische Polizei hat 32 Personen festgenommen, die im Verdacht stehen, zu der Gruppe Anonymous zu gehören, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) . Unter den Festgenommenen sind acht Minderjährige.
Protest gegen Zensur
Anonymous hatte in der vergangenen Woche mit einem Distributed-Denial-of-Service-Angriff (DDoS) die Website der Telekommunikationsbehörde TIB lahmgelegt . Mit der Attacke protestierte Anonymous gegen die Zensurmaßnahmen der Regierung im Internet sowie gegen den Plan, ein landesweites Filtersystem einzuführen.
Die Regierung beteuert, bei dem Filtersystem handele es sich um eine Maßnahme zum Jugendschutz. Nutzer befürchten jedoch, dass die Filter es dem Staat ermöglichen, das Internet zu kontrollieren. Als die Regierung im Mai die Einführung des Systems für August ankündigte, demonstrierten Nutzer in mehreren Städten des Landes .
Reaktion in Spanien
Am Freitag waren in Spanien drei mutmaßliche Anonymous-Mitglieder festgenommen worden. Diese waren nach Angaben der spanischen Polizei führende Köpfe des Kollektivs in Spanien. Bei einem stellten die Ermittler einen Server sicher, über den diverse DDoS-Attacken durchgeführt worden sein sollen.
Anonymous verneinte in einer Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) , dass es sich um führende Mitglieder handele, da die Gruppe keine Führungsstruktur habe. Als Reaktion auf die Verhaftungen gab es am Wochenende eine DDoS-Attacke auf die Seite der spanischen Polizei(öffnet im neuen Fenster) .



