File Inclusion

Sicherheitslücke auf dem Webserver der Schufa

Ein Sicherheitsexperte hat eine Lücke auf meineschufa.de gefunden. Die Schufa erklärte jedoch, dass personenbezogene Daten nicht betroffen seien.

Artikel veröffentlicht am ,
Screenshot der Sicherheitslücke
Screenshot der Sicherheitslücke (Bild: David Vieira-Kurz)

Durch eine Sicherheitslücke ist es möglich, Dateien vom Schufa-Webserver herunterzuladen. Das berichtet der IT-Sicherheitsexperte David Vieira-Kurz in seinem Blog. Die Lücke auf meineschufa.de lässt sich per File Inclusion ohne besondere Fachkenntnisse ausnutzen, erklärte Vieira-Kurz Golem.de. Auch das Onlinemagazin Gulli.com hatte über das Sicherheitsproblem berichtet.

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"Zu keinem Zeitpunkt war es möglich, Zugang auf personenbezogene Daten zu bekommen", sagte ein Sprecher Golem.de auf Anfrage. Das Sicherheitsproblem bestätigte er. David Vieira-Kurz habe "recht", seine Aussagen stimmten. Zugriff sei aber nur auf den Downloadbereich möglich, wo beispielsweise Formulare bereitgestellt würden. "Wir machen das heute im Laufe des Tages noch zu", kündigte er an. Die Schufa würde in regelmäßigen Abständen von einer Sicherheitsfirma Hackerangriffe auf ihre Systeme durchführen lassen, um Sicherheitslücken zu finden.

Vieira-Kurz hatte die Lücke bei der Suche nach einem Antragsformular unter meineschufa.de gefunden. "Dabei fiel mir ein Link ins Auge, der das klassische Muster einer Local-File-Inclusion-Schwachstelle aufweist." Hier seien durch den zuständigen Programmierer der Schufa keinerlei Sicherheitsmaßnahmen implementiert worden. "Schon allein, dass es möglich ist, die Downloaddatei anzuweisen, sich selbst als Binary anzubieten, ist ein fataler Fehler."

Die Piratenpartei forderte die Verantwortlichen auf, den Vorfall transparent und vollständig aufzuklären und Konsequenzen zu ziehen. "Der Vorfall reiht sich in eine lange Reihe brisanter Sicherheitslücken ein", sagte Piratenparteichef Sebastian Nerz. "Den betroffenen Bürgern ist meist nicht einmal bewusst, welche Daten die Schufa und andere Auskunftsdateien zentral über sie speichern. Alle Betroffenen müssen gegenüber den Betreibern zentraler Datenbanken einen durchsetzbaren und wirklich unentgeltlichen Anspruch auf Selbstauskunft und gegebenenfalls auf Korrektur, Sperrung oder Löschung der Daten haben."

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ap (Golem.de) 14. Jun 2011

Um die persönliche Auseinandersetzung zu beenden, wurde dieser Thread geschlossen.

Himuralibima 13. Jun 2011

Dein Satire-Detektor ist kaputt.

Trash 12. Jun 2011

Das erklärte Ziel von Sebastian Nerz war ja, die Piraten spätestens 2013 über die 5% zu...



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