2 Millionen Chatzeilen: Mutmaßliche Anonymous-Mitglieder in Spanien verhaftet

Die spanische Polizei hat nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) drei Männer verhaftet, die zu Anonymous gehören sollen. Sie sollen zur Führung der Gruppe in dem Land gehören und entscheidend bei diversen Aktionen der Gruppe mitgewirkt haben.
Bei einem der drei wurde ein Computer beschlagnahmt, über den nach Erkenntnissen der spanischen Behörden, Angriffe unter anderem auf Computer von den Regierungen verschiedener Staaten, darunter der Iran , von Unternehmen wie Sony , der katalanischen Polizei, sowie der spanischen Gewerkschaft UGT durchgeführt wurden.
Die Ermittlungen hatten im Oktober vergangenen Jahres begonnen, nachdem das Kulturministerium Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS) ausgesetzt war. Um die drei zu identifizieren, werteten die Fahnder über zwei Millionen Zeilen aus Chatprotokollen aus. Dem 31-Jährigen Betreiber des Servers seien sie nach einem Angriff gegen die Wahlkommission vor den Regional- und Kommunalwahlen im Mai auf die Spur gekommen.
Es war der erste Schlag gegen Anonymous in Spanien. Im Winter waren bereits mutmaßliche Mitglieder von Anonymous in den Niederlanden sowie in Großbritannien und den USA wegen des Verdachts auf Beteiligung an der Operation Payback im Jahr 2010 verhaftet worden.



