Klagen: Apple knöpft sich Lodsys vor
Apple schaltet sich in den Patentstreit zwischen Lodsys und sieben Entwicklern von iOS-Applikationen ein. Diesen wirft Lodsys vor, mit In-App-Verkäufen und interaktiver Onlinewerbung gegen Patente von Lodsys zu verstoßen. Am 13. Mai 2011 hatte unter anderem James Thomson(öffnet im neuen Fenster) , Entwickler von PCalc Lite, entsprechende Post von Lodsys erhalten.
In einem Brief an Lodsys hatte Apple-Justiziar Bruce Sewell bereits deutlich gemacht, dass er seine Lizenzrechte verteidigen werde. Denn die angeblich von den Entwicklern verletzten Patente hat Apple lizenziert. Diese Lizenz decke auch die Nutzung seiner Softwareentwickler ab, die unter anderem dafür 30 Prozent ihrer Einnahmen an Apple abführten, argumentierte Sewell.
Lodsys reagierte auf Apples Brief mit der Ankündigung, das Vorgehen gegen die App-Entwickler zu beschleunigen . Um das zu verhindern, hat sich Apple nun seinerseits ans Gericht gewandt, wie aus den von Florian Müller veröffentlichten Gerichtsdokumenten(öffnet im neuen Fenster) hervorgeht.
Apple bittet das Gericht, sich in das Verfahren einmischen zu dürfen, und hat für den Fall, dass das Gericht dem zustimmt, bereits eine Antwort auf die Klage von Lodsys und eine Gegenklage beigefügt.
Apple argumentiert, die Klage wirke sich negativ auf Apples Lizenzrechte und die Beziehungen zu Entwicklern aus. Die von Lodsys verklagten Unternehmen seien nicht in der Lage, Apples Rechte in dem Verfahren adäquat zu vertreten, denn Lodsys habe sich "entschieden, seine Vorwürfe gegen Entwickler zu erheben, bei denen es sich um Einzelpersonen oder kleine Unternehmen handelt, die über viel weniger Ressourcen verfügen und denen es an technischen Informationen fehlt" .