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Linux-Kernel: Patch gegen erhöhte Leistungsaufnahme

Ein Patch im aktuellen Linux-Kernel 2.6.39 sorgt für Abhilfe bei einer erhöhten Leistungsaufnahme. Das berichten Ubuntu-Nutzer auf Launchpad(öffnet im neuen Fenster) .
/ Sebastian Grüner
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Das Linux-Maskottchen Tux (Bild: Larry Ewing)
Das Linux-Maskottchen Tux Bild: Larry Ewing

Benutzer berichten, dass das erste Update für den Linux-Kernel 2.6.39 einen Patch beinhaltet, der die Leistungsaufnahme der CPU wieder auf das normale Niveau setzt. Ende April 2011 zeigten Benchmarks der US-Webseite Phoronix , dass Ubuntu 11.04 mit aktuellem Kernel einen höheren Stromverbrauch aufweist als mit Kerneln, die älter als Version 2.6.35 sind. Die Unterschiede betrugen bis zu 30 Prozent.

Im dazugehörigen Bugreport auf Launchpad(öffnet im neuen Fenster) berichten Ubuntu-Nutzer, dass mit gepachten Kerneln(öffnet im neuen Fenster) der Stromverbrauch wieder auf normales Niveau sinkt. Auch im Phoronix-Forum(öffnet im neuen Fenster) wird dasselbe Resultat berichtet.

Der infrage kommende Patch(öffnet im neuen Fenster) stammt von einem Nokia-Entwickler und ist im Kernel 2.6.39.1 sowie 2.6.38.8 enthalten. Laut den Nutzerberichten verringert er signifikant die Aufwachzyklen der CPU aus dem Ruhemodus pro Sekunde.

Ob die aktualisierten Kernel tatsächlich allen Nutzern das Problem vom Hals schaffen, bleibt jedoch abzuwarten. Denn erste Benchmarks von Phoronix(öffnet im neuen Fenster) zeigen, dass die Leistungsaufnahme mit gepachten Kerneln immer noch über dem Niveau von Kernel 2.6.37 liegt. Die Autoren vermuten daher eher eine generelle Verbesserung des Energiemanagements als einen Patch für das Problem.

Testwillige Linux-Nutzer, bei denen der erhöhte Verbrauch zu beobachten ist, sollten ein Kernel-Update einspielen. Canonical hat versprochen, für alle Nutzer ein Update bereitzustellen, sobald eines zur Verfügung steht. Das könnte in Kürze der Fall sein.


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