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Java Community Process: Java SE 7 trotz deutlicher Kritik abgesegnet

Der Java Community Process hat das Public Preview Ballot und damit Java Standard Edition 7 abgenickt. Allerdings bemängelten die Mitglieder Oracles Lizenz- und Veröffentlichungspolitik.
/ Jörg Thoma
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Das Java-Logo (Bild: Oracle)
Das Java-Logo Bild: Oracle

Zwar haben die meisten Mitglieder des Java Community Process (JCP) die Java Standard Edition 7 abgesegnet, sie haben jedoch nicht mit deutlicher Kritik an Oracles Lizenzierungspolitik und der mangelnden Transparenz innerhalb der JCP gespart. Google hat gegen das Public Preview Ballot mit dem Argument gestimmt, dass es zuvor Anlass für den Austritt der Apache Foundation gegeben hatte: Das lizenzpflichtige Test Compatibility Kit (TCK) verhindere nach wie vor die freie Verbreitung von Java.

Oracle hatte, wie der vorherige Java-Verwalter Sun, Apache den freien Zugang zum TCK verweigert. Google hatte argumentiert, dass der freie Zugang zum TCK zuvor in der JCP beschlossen, aber bislang von Oracle nicht umgesetzt wurde. Google streitet sich gegenwärtig mit Oracle vor Gericht um Patentverletzungen in der Java-basierten Dalvik-Engine, die Google in Android einsetzt.

Java-Entwickler Werner Keil hat die mangelnde Transparenz der von Oracle eingereichten Java Specification Requests (JSR) moniert. JSR 336 enthalte beispielsweise mehrere JSRs unter einem Dach, sagte er. Teile davon habe Oracle immer noch nicht öffentlich gemacht. Keil hat sich deshalb der Stimme enthalten. Sowohl die London Java Community als auch Goldman Sachs und Soujava brachten ähnliche Kritik hervor, haben aber aufgrund der technischen Werte (Technical Merits) zugestimmt. Ähnlich haben Fujitsu, Red Hat und IBM votiert.

Die Eclipse Foundation, Hewlett-Packard, Vmware, Intel, SAP und Ericsson haben ohne Kommentar zugestimmt.


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