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Roboter macht die Wäsche

Damit beschäftigt sich auch ein Team von der Universität des US-Bundesstaates Kalifornien in Berkeley: Sie wollen den Roboter dazu bringen, sich um die Wäsche zu kümmern. Er soll Schmutzwäsche in die Waschmaschine stecken, sie nach dem Waschgang in den Trockner umladen und schließlich die trockene Wäsche zusammenlegen und wegräumen.

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Zwar kann PR2 bereits Handtücher falten. Das Team um Pieter Abbeel hat diesen Vorgang jedoch rationalisiert, indem sich der Roboter die Schwerkraft zunutze macht: Statt wie bisher erst nach einer Ecke zu suchen, an der er das Handtuch anfassen kann, packt er es an einem beliebigen Punkt und zieht es über einen Tisch. Der Punkt, der am weitesten von seinem Griffpunkt entfernt ist, ist eine Ecke des Handtuchs. Daran hebt er es hoch, wiederholt die Prozedur und hält zwei diagonal gegenüberliegende Ecken in Händen. Nun ist es relativ einfach, das Handtuch zu falten.

Durch diesen neuen Ansatz konnten die Wissenschaftler das Handtuchfalten deutlich rationalisieren. Mit ihrer alten Methode brauchte der PR2 gut 20 Minuten. Jetzt schafft er es in vier bis fünf Minuten. Auf diese Weise soll er jedes andere Kleidungsstück falten können.

Ausfahrbar

PR2 ist ein humanoider Roboter, der sich auf Rädern fortbewegt. Er ist knapp 80 cm hoch, sein Oberkörper kann aber bis zu einer Höhe von 1,10 m ausgefahren werden. Er hat zwei Arme mit jeweils einem Greifer als Hand, mit denen er auch ganz sanft zugreifen kann. Zur Wahrnehmung verfügt der Roboter über eine Reihe von Sensoren, wie Kameras im Kopf und in den Armen, sowie einen Laserscanner.

Die Datenverarbeitung erledigen zwei Computer mit jeweils einem Acht-Kern-Prozessor und 24 GByte Arbeitsspeicher. Als Datenspeicher stehen 500 GByte und eine 1,5-TByte-Festplatte zur Verfügung. Das Betriebssystem des PR2, das Robot Operating System (ROS), sowie die Software sind Open Source und stehen allen zur Verfügung.

Eine Schürze für den PR2

Wie jeder weiß, der schon einmal Schneebesen oder Handmixer geschwungen hat, ist Backen nicht immer eine saubere Angelegenheit: Mehl und andere Zutaten können dem 400.000 US-Dollar teuren Roboter durchaus schaden. Aber auch daran hatten die Forscher gedacht: Bevor sie den PR2 auf Mehl, Schokostücke und Backpulver losließen, hüllten sie ihn, wie es sich gehört, in eine Schürze, oder besser gesagt in einen Umhang aus Gaze.

Trotzdem durfte der Roboter bislang nur mit Bohnen üben, um Sauereien zu vermeiden. In Kürze hofft Bollini so weit zu sein, dass er dem PR2 echte Zutaten in die Hand geben kann. Ein anderes MIT-Team arbeitet gerade an weiteren Fähigkeiten für den Roboter: Er soll vor dem Teigrühren die Arbeitsfläche abwischen und später das Blech selbst in den Ofen schieben.

Robotischer Freizeitspaß

Und womit vertreibt sich ein Roboter die Zeit, bis die Kekse aus dem Ofen geholt werden? Ist doch klar: Er spielt Billard.

 Schokoplätzchen: Backe, backe Kuchen, der Roboter hat gerufen
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Anarcho_Kommunist 10. Jun 2011

Stellt euch mal vor die Roboter werden in Zukunft alle Menschlichen Tätigkeiten...

Eckstein 09. Jun 2011

Doch, wenn SKYNET ein Spezialist ist. Nicht gelesen?! ;-)

Eckstein 09. Jun 2011

...ist das nicht der, der auch so schön "Socken zusammenlegen" kann? :-DDD

fon 09. Jun 2011

Ich hab da mal was vorbereitet: http://tubedubber.com/#CjJH1XSnVVY:MK6TXMsvgQg:0:100:0:0...

tingelchen 08. Jun 2011

Als ich den Kopf gesehen hab, muste ich unweigerlich an den Film denken. Natürlich gleich...


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