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Auftragshersteller: Microsoft soll eigene Tablet-PC-Marke vorbereiten

Microsoft prüft bei Auftragsherstellern in Taiwan die Möglichkeiten für ein Tablet unter eigener Marke. Der Chip soll von Texas Instruments kommen. Microsoft hatte versucht, die Konzeption noch geheim zu halten.
/ Achim Sawall
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Microsoft auf der E3 2011 (Bild: Kevork Djansezian/Getty Images)
Microsoft auf der E3 2011 Bild: Kevork Djansezian/Getty Images

Microsoft untersucht Pläne für die Entwicklung eines Tablet-PCs unter einer eigenen Marke. Das hat die taiwanische IT-Zeitung Digitimes(öffnet im neuen Fenster) aus dem Umfeld von taiwanischen Auftragsherstellern erfahren. Der Produktstart sollte Ende 2012 erfolgen. Geplant sei ein Tablet mit Windows 8 als Betriebssystem, die Hardware soll zusammen mit Texas Instruments entwickelt werden. Microsoft versuche die Sondierungen für das Tablet-Projekt möglichst unauffällig zu betreiben, berichtet die Digitimes.

Texas Instruments hatte den OMAP 5 mit 2 GHz und bis zu vier ARM-Kernen vorgestellt , der sich an Smartphones und Tablets richtet. Gefertigt werden die neuen OMAPs mit 28 Nanometern Strukturbreite. Die A15-Kerne sollen laut TI bis zu 2 GHz erreichen, wie schnell sie aber letztlich laufen werden, entscheidet der Hersteller des Endgeräts. Die ersten Geräte rund um das OMAP-5-SoC sollen 2012 auf den Markt kommen; von welchen Herstellern, verriet Texas Instruments noch nicht.

Microsoft arbeitet zugleich weiter mit Herstellern an Plänen für die Anpassung des kommenden Betriebssystems Windows 8 an Tablets. An dem dazu laufenden Integrated Development Program (IDP) gab es Kritik von Herstellern in Taiwan, hatte die Digitimes(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Acer, Asustek Computer und HTC seien von dem Programm ausgeschlossen worden und hätten sich deshalb an die Branchenorganisation Taipei Computer Association (TCA) und an die Regierung Taiwans gewandt. Acer-Aufsichtsratschef JT Wang erklärte, dass Microsoft die Spielregeln festlege, ohne das gesamte Ökosystem der Branche einzubeziehen. Die Hersteller Intel, AMD, Texas Instruments, Qualcomm und Nvidia seien dagegen in das Integrated Development Program einbezogen.


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