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Tomb Raider: Die Neuerfindung der Lara Croft

E3
Schmutzig statt süß, verletzbar statt vornehm soll Lara Croft im nächsten Tomb Raider sein. Die Serie wagt einen radikalen Schnitt – der dank teils spektakulärer Grafik und stimmiger Atmosphäre gelingen könnte.
/ Peter Steinlechner
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Tomb Raider (Bild: Square Enix)
Tomb Raider Bild: Square Enix

Lara Croft ist ein gefallener Held – zumindest in der Präsentation des nächsten Tomb Raider auf der E3. Da hängt sie gefesselt in einer Höhle an der Decke, kann sich dann befreien, plumpst mehrere Meter in die Tiefe. Schwer verletzt taumelt sie durch die Dunkelheit, ist völlig verängstigt und überfordert. Und das Spannende: Anders als bei der alten, irgendwie fast immer coolen Lara der früheren Spiele ist das – auch dank der sehr guten Grafik – jederzeit an ihrem Gesicht und ihren Bewegungen ablesbar.

Tomb Raider – Live-Demo auf der E3 2011
Tomb Raider – Live-Demo auf der E3 2011 (06:13)

Allerdings ist die Lara Croft des nächsten Tomb Raider, an dem das Entwicklerstudio Crystal Dynamics(öffnet im neuen Fenster) derzeit arbeitet, auch deutlich jünger. Gerade mal 21 Jahre ist sie alt, kommt gerade vom College und hat noch keine Abenteuer erlebt. Sie befindet sich mit ihrem Mentor Conrad Roth auf einem Schiff vor einer Insel in der Nähe von Japan, als es zu einem Sturm kommt. Natürlich geht der Pott unter, und Lara erwacht in der genannten gefesselten Lage. Spielerisch bietet auch das nächste Tomb Raider eine Mischung aus Rätseln und viel Action: So muss der Spieler auf die Idee kommen, dass er die Hauptfigur hin- und herschwingen lassen kann, damit die Flammen eines Feuers direkt in der Nähe auf die Fesseln überspringen.

Anschließend muss Lara aus der Höhe flüchten, und das bedeutet Sprünge über tiefe Abgründe, anfangs wohl noch recht simple Kämpfe mit einem mysteriösen Verfolger und das gelegentliche Abbrennen von Hindernissen mit schick animierten Fackeln und unkomplizierte Schalterrätsel. Der Großteil von Tomb Raider findet auf der weitgehend offenen Spielewelt der verlassenen Insel statt, an deren Küste Dutzende von gestrandeten Schiffen zu sehen sind. Das Atoll ist mit dichtem Wald bewachsen, alles andere als karibisch schön, sondern düster, schroff und natürlich voller Geheimnisse und Gefahren.

Tomb Raider – Trailer (Turning Point)
Tomb Raider – Trailer (Turning Point) (03:05)

Nach einer gewissen Zeit findet Lara heraus, dass ihr Mentor zwar schwer verwundet, aber noch am Leben ist. Er hat ein Lager in der Mitte des Eilands, das auch Lara als Zentrale dient. Von dort aus soll sie dann Missionen erledigen können, in denen es sowohl ums Kämpfen als auch ums Klettern geht. Mit einem speziellen Sichtmodus kann sie beispielsweise Spuren von Wölfen verfolgen, die sie zu wichtigen Stellen bringen. Später bekommt sie dann nach Auskunft der Entwickler immer mehr Ausrüstung, etwa eine Spitzhacke, mit der sie auch sonst unerreichbare Steilwände hochkommt. Was Lara sonst noch alles an Gegenständen bekommt, können Spieler auf Playstation 3, Xbox 360 und Windows-PC voraussichtlich erst Ende 2012 herausfinden.


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