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Elemente: Das Periodensystem wird erweitert

Physiker und Chemiker haben sich auf eine Erweiterung des Periodensystems um zwei Elemente verständigt. Drei weitere Kandidaten warten auf Aufnahme in den Kreis der Elemente.
/ Werner Pluta
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Das erweiterte Periodensystem (Ausschnitt). Die neuen Elemente 114 und 116 erscheinen rechts im blauen Feld. (Bild: Wikipedia)
Das erweiterte Periodensystem (Ausschnitt). Die neuen Elemente 114 und 116 erscheinen rechts im blauen Feld. Bild: Wikipedia

Das Periodensystem ist erweitert worden: Hinzugekommen sind zwei Elemente mit den Ordnungszahlen 114 und 116. Die beiden zuständigen Gremien, die Internationale Union für reine und angewandte Chemie (International Union of Pure and Applied Chemistry, IUPAC) und die Internationale Union für reine und angewandte Physik (International Union of Pure and Applied Physics, IUPAP), haben die Erweiterung bestätigt(öffnet im neuen Fenster) .

Schwerste Elemente

Die beiden Elemente haben ein Atomgewicht von 289 und von 292 und sind damit die schwersten Elemente. Entdeckt wurden sie von einem Team aus Forschern des Vereinigten Instituts für Kernforschung in Dubna nahe der russischen Hauptstadt Moskau und des Lawrence Livermore National Laboratory in der kalifornischen Stadt Livermore.

Die Entdeckung der beiden Elemente liegt rund zehn Jahre zurück. Zuerst stießen Wissenschaftler auf Element 114, als sie Plutonium mit Calciumkernen bombardierten. Einige Jahre später erzeugten sie Element 116 durch den Beschuss von Curium mit Calciumkernen. Die beiden neuen Elemente sind radioaktiv und zerfallen in weniger als einer Sekunde. Das Element 116 zerfällt dabei in Element 114. Dieses wiederum zerfällt in Copernicium. Dieses Element, das die Ordnungszahl 112 trägt, wurde 2009 offiziell bestätigt.

Namenlos

Einen Namen tragen die beiden neu bestätigten Elemente noch nicht. Vorläufig heißen sie nach ihren Ordnungszahlen Ununquadium(öffnet im neuen Fenster) (von Lateinisch: unus, eins, und quattuor, vier) und Ununhexium(öffnet im neuen Fenster) (von Lateinisch: unus, eins, und Griechisch: hexi, sechs). Das Recht, ihnen einen Namen zu geben, haben die Entdecker. Die russischen Forscher haben Flerovium nach dem Physiker Georgi Nikolajewitsch Fljorow(öffnet im neuen Fenster) und Moskovium vorgeschlagen.

Möglicherweise wird das Periodensystem in Kürze noch einmal erweitert: Die gemeinsame Arbeitsgruppe von IUPAC und IUPAP prüft die Kandidaten mit den Ordnungszahlen 113(öffnet im neuen Fenster) (Ununtrium, von Lateinisch: unus, eins, und tri, drei), 115(öffnet im neuen Fenster) (Ununpentium, von Lateinisch: unus, eins, und Griechisch: pente, fünf) sowie 118(öffnet im neuen Fenster) (Ununoctium, von Lateinisch: unus, eins, und octo, acht).


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