Abo
  • IT-Karriere:

Datenschützer

Dynamische Adressvergabe per Gesetz auch unter IPv6

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte will Internet Service Provider künftig per Gesetz darauf verpflichten, auch mit IPv6 weiterhin dynamische IP-Adressen zu vergeben. Sonst drohten das Ende der Anonymität im Internet und eine "kleine Vorratsdatenspeicherung durch die Hintertür".

Artikel veröffentlicht am ,
Johannes Caspar
Johannes Caspar (Bild: HmbBfDI)

Am 8. Juni 2011 ist IPv6-Tag, Internetkonzerne wie Facebook, Google und Yahoo testen an diesem Tag das neue Internet-Adressierungsverfahren, das in wenigen Jahren weltweiter Standard werden wird. Weil die IPv4-Adressen knapp sind, verwenden die Provider sie mehrfach: Ein Nutzer bekommt eine Adresse, wenn die Verbindung zum Internet aufgebaut wird. Wird die Verbindung beendet, wird die Adresse wieder frei und erneut zugeteilt. Das ist bei IPv6 nicht mehr nötig: Das neue Format stellt 340 Sextillionen Adressen bereit.

Inhalt:
  1. Datenschützer: Dynamische Adressvergabe per Gesetz auch unter IPv6
  2. Providerverband Eco für Privacy Extensions

Landesdatenschützer Johannes Caspar kritisierte, dass mit IPv6 für die Diensteanbieter die Person hinter der IP-Adresse bekannt wird. Diese gelte auf Dauer bei jeder Nutzung eines Internetdienstes wie E-Mail, Voice over IP oder Filesharing und sei das Ende jedweder Anonymität im Internet und eine "kleine Vorratsdatenspeicherung durch die Hintertür", weil die IP-Adresse dann als Bestandsdatum dauerhaft gespeichert würde.

Caspar: "Dauerhaften Schutz kann hier wiederum letztlich nur der Gesetzgeber gewährleisten. Er ist aufgrund seiner Verpflichtung zum Schutz des Grundrechts der informationellen Selbstbestimmung dazu aufgerufen, Access-Provider durch eine entsprechende Regelung im Telekommunikationsgesetz dazu zu verpflichten, kostenneutral eine echte dynamische Vergabe von IP-Adressen auch unter IPv6 anzubieten. Dies gibt den Access-Providern dann auch die notwendige Rechtssicherheit, insbesondere gegenüber weitergehenden sicherheitspolitischen Forderungen."

Providerverband Eco für Privacy Extensions 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ für PC/69,99€ für PS4, Xbox (Release am 4. Oktober)
  2. 3,99€
  3. 2,99€
  4. 39,99€

Flying Circus 15. Jun 2011

Soll der Provider eben was vorgeben, als default gewissermaßen. Ich verstehe Dein...

Flying Circus 15. Jun 2011

sed s/zuzweisen/zuzuordnen/ Und dazu genügt eine simple Abfrage der Logs durch den...

Flying Circus 15. Jun 2011

Seufz. Du faselst. Natürlich ist es seine Meinung. Die kann selbstverständlich mehr oder...

Flying Circus 15. Jun 2011

Du, wir haben hier den sog. "Kapitalismus", dessen Maxime die sog. "Gewinnmaximierung...

Flying Circus 15. Jun 2011

Nur gegenüber dem Angerufenen, nicht gegenüber dem Telefonnetzbetreiber. Der gibt dem...


Folgen Sie uns
       


Cowboy Pedelec ausprobiert

Sportlich und minimalistisch - das Cowboy Pedelec ist jetzt auch in Deutschland verfügbar.

Cowboy Pedelec ausprobiert Video aufrufen
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p: Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p
Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?

Trotz langjähriger Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten die Pläne für ein vernetztes Fahren auf EU-Ebene vorläufig gestoppt. Golem.de hat nachgefragt, ob LTE-V2X bei direkter Kommunikation wirklich besser und billiger als WLAN sei.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
  2. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren US-Post testet Überlandfahrten ohne Fahrer
  2. Mercedes-Sicherheitsstudie Wenn das Warndreieck autonom aus dem Auto fährt
  3. Einride T-Pod Autonomer Lkw fährt in Schweden Waren aus

Homeoffice: Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
Homeoffice
Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst

Homeoffice verspricht Freiheit und Flexibilität für die Mitarbeiter und Effizienzsteigerung fürs Unternehmen - und die IT-Branche ist dafür bestens geeignet. Doch der reine Online-Kontakt bringt auch Probleme mit sich.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
  2. IT-Headhunter ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht
  3. IT-Berufe Bin ich Freiberufler oder Gewerbetreibender?

    •  /