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Infragard und Unveillance: Lulzsec hackt FBI-Vermittler

Wieder einmal hat die Hackergruppe Lulzsec zugeschlagen. Nach Sony Pictures und PBS wurden diesmal Server von Infragard kompromittiert und Nutzerdaten veröffentlicht. Infragard vermittelt Kooperationen zwischen dem FBI und Privatunternehmen.
/ Jens Ihlenfeld
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Bild: Lulzsec

Lulzsec reagiert mit dem Hack der Infragard-Server(öffnet im neuen Fenster) auf die neue Cyberwar-Strategie der USA . Darin ist vorgesehen, Angriffe über das Internet mit konventionellen Militärschlägen zu beantworten.

Die Hacker verunstalteten die Website von Infragard Atlanta und luden die auf den Servern hinterlegten Daten herunter. Darunter auch Logindaten von 180 Nutzern, die offenbar nicht ausreichend geschützt waren. Davon betroffen war Karim Hijazi, Chef des Sicherheitsunternehmens Unveillance. Da er das dort verwendete Passwort auch für seinen persönlichen Google-Mail-Account verwendete, hatten die Hacker Zugriff auf seine privaten E-Mails.

Was dann geschah, darüber streiten Lulzsec und Hijazi öffentlich. Laut Lulzsec(öffnet im neuen Fenster) kontaktierten sie Hijazi, der ihnen nach eigenen Gesprächen Geld anbot, damit sie gegen seine Konkurrenten vorgehen. Sie veröffentlichten IRC-Protokolle der Gespräche mit Hijazi, sowie 924 E-Mails aus seinem Firmenaccount. Den Hackern zufolge war Hijazis Firma an Cyberangriffen auf Libyen beteiligt, die vom FBI beauftragt wurden.

Hijazi stellt das in einer Presseerklärung(öffnet im neuen Fenster) anders dar: Er sei von Lulzsec erpresst worden. Die Hacker hätten Zugangsdaten zu einem Botnet gefordert, die er aber nicht herausgegeben habe. Da er nicht auf die Forderungen eingegangen sei, seien seine E-Mails veröffentlicht worden. Dem widersprechen jedoch die Hacker(öffnet im neuen Fenster) . Hijazi habe versucht, sie für seine Zwecke einzuspannen.


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