• IT-Karriere:
  • Services:

Xeon E3-1290

Intel erreicht 4 GHz - aber nur per Turbo-Boost

Ohne weitere Ankündigung liefert Intel mit dem Xeon E3-1290 die erste CPU des Unternehmens, die auch ohne Übertaktung eine Frequenz von 4 GHz erreichen kann. Offenbar will Intel damit AMDs Bulldozer bei Taktrekorden zuvorkommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Ausschnitt aus dem Specification Update
Ausschnitt aus dem Specification Update (Bild: Intel)

In der ohne weitere Anlässe wie Preissenkungen oder andere neue Produkte aktualisierten Preisliste (PDF) von Intel findet sich jetzt der Xeon E3-1290 mit einem Basistakt von 3,6 GHz für 885 US-Dollar. Der Prozessor, der auf der Linie Westmere-EX basiert, ist noch nicht in Intels ARK-Datenbank gelistet, soll aber laut der Preisliste mit einer TDP von 95 Watt auskommen.

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Dresden, Berlin, Frankfurt am Main
  2. AKDB, München

Im Specification Update der E3-Xeons (PDF) finden sich jedoch die Turbo-Takte der CPU auf Seite 15. Demnach kann der E3-1290 mit 4,0 GHz laufen, wenn nur ein Kern belastet ist. Das schafft bisher kein Intel-Prozessor im Rahmen der Spezifikationen, auch die schnellste Desktop-CPU Core i7-2600K kommt per Turbo-Boost nur auf 3,8 GHz. Immerhin 3,9 GHz erreicht der nächstkleinere Xeon E3-1280.

Freilich erreichen viele Intel-Prozessoren schon seit Jahren auch höhere Frequenzen, aber Intel wollte dafür nie mit den üblichen Produktgarantien geradestehen - was nicht nur an technischen, sondern auch an Marketinggründen liegen dürfte. Auch ein Golem.de vorliegender Core i7-2600K kommt mit Luftkühlung und einer Erhöhung der Turbo-Stufen per BIOS auf über 4 GHz.

Schon lange deutet AMD jedoch immer wieder hinter vorgehaltener Hand an, dass die für September erwarteten Bulldozer-APUs für Desktoprechner besonders hohe Frequenzen erreichen sollen. Nennen wollte sie AMD aber nicht, und auch aus inoffiziellen Quellen sind keine stimmigen Werte zu erhalten.

Warnschuss für AMD?

Möglicherweise wollte Intel mit dem Xeon E3-1290 schon einmal belegen, dass die CPUs aus eigenem Haus auch den kleinen Schritt über 4 GHz vertragen. Die Situation erinnert an das auch als Gigahertz-Rennen bekannte Duell zwischen AMD und Intel aus dem Jahr 2000. Damals brachte AMD mit dem ersten Athlon-Prozessor die erste CPU mit 1 GHz auf den Markt, Intel zog kurz darauf nach.

Im Anschluss vergaloppierte sich Intel, weil der Pentium III mit 1,13 GHz - dem damals höchsten verfügbaren Takt - nicht stabil lief und zurückgezogen werden musste. Auch ein Pentium 4 580, der 4 GHz erreichen sollte, fand sich schon einmal in Ankündigungen von Händlern, und - wie sich später herausstellte - auch auf Intels Roadmaps. Diese CPU kam jedoch wegen der besonders stromhungrigen Netburst-Architektur nie auf den Markt.

Diesmal ist Intel wohl etwas vorsichtiger. Das belegt auch der nur an PC-Hersteller verkaufte Xeon X5698, der zwar 4,4 GHz erreicht. Er arbeitet aber nur mit zwei aktiven Kernen, wobei sein Chipgehäuse nicht mehr als 40 Grad erreichen darf - das ist mit Luftkühlung unter Last nur bei erheblichem Lärm zu erreichen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-66%) 16,99€
  2. 4,99€
  3. (-80%) 9,99€
  4. 52,99€

gralkor 06. Jun 2011

Ist doch eigentlich ein alter Hut: Everest (X5698) hat 2 Kerne mit jeweils 4,4GHz...

Anonymer Nutzer 04. Jun 2011

Leider läuft diese Entwicklung an derzeitigen bundesdeutschen Entwicklung, nicht mehr...

flasherle 04. Jun 2011

was brint mir ein prozessor der von der leistungseffizenz vielleicht elite ist, aber mir...


Folgen Sie uns
       


Razer Blade Stealth 13 - Test

Dass ein Gaming-Notebook kompakt sein kann und auch als Arbeitsnotebook fürs Schreiben taugt, haben wir eher weniger erwartet. Das Razer Blade Stealth 13 zeigt, dass dies trotzdem möglich ist.

Razer Blade Stealth 13 - Test Video aufrufen
Minikonsolen im Video-Vergleichstest: Die sieben sinnlosen Zwerge
Minikonsolen im Video-Vergleichstest
Die sieben sinnlosen Zwerge

Golem retro_ Eigentlich sollten wir die kleinen Retrokonsolen mögen. Aber bei mittelmäßiger Emulation, schlechter Steuerung und Verarbeitung wollten wir beim Testen mitunter über die sieben Berge flüchten.
Ein Test von Martin Wolf


    Radeon RX 5500 (4GB) im Test: AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren
    Radeon RX 5500 (4GB) im Test
    AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren

    Mit der Radeon RX 5500 hat AMD endlich wieder eine sparsame und moderne Mittelklasse-Grafikkarte im Angebot. Verglichen mit Nvidias Geforce GTX 1650 Super reicht es zum Patt - aber nicht in allen Bereichen.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Workstation-Grafikkarte AMDs Radeon Pro W5700 hat USB-C-Anschluss
    2. Navi-Grafikeinheit Apple bekommt Vollausbau und AMD bringt RX 5300M
    3. Navi-14-Grafikkarte AMD stellt Radeon RX 5500 vor

    Smarter Akku-Lautsprecher im Praxistest: Bose zeigt Sonos, wie es geht
    Smarter Akku-Lautsprecher im Praxistest
    Bose zeigt Sonos, wie es geht

    Der Portable Home Speaker ist Boses erster smarter Lautsprecher mit Akkubetrieb. Aus dem kompakten Gehäuse wird ein toller Klang und eine lange Akkulaufzeit geholt. Er kann anders als der Sonos Move sinnvoll als smarter Lautsprecher verwendet werden. Ganz ohne Schwächen ist er aber nicht.
    Ein Praxistest von Ingo Pakalski

    1. ANC-Kopfhörer Bose macht die Noise Cancelling Headphones 700 besser
    2. Anti-Schnarch-Kopfhörer Bose stellt Sleepbuds wegen Qualitätsmängeln ein
    3. Noise Cancelling Headphones 700 im Test Boses bester ANC-Kopfhörer sticht Sony vielfach aus

      •  /