ARM-SoC: TI kündigt Quad-Core mit 1,8 GHz an - auch für Windows 8

Der neue OMAP4470(öffnet im neuen Fenster) ist pinkompatibel zum bisherigen OMAP4430, so dass er von Geräteherstellern leicht integriert werden kann. In seinen Vergleichen bezieht sich TI daher auch stets auf den Vorgänger. Gegenüber diesem soll der neue Prozessor beispielsweise 80 Prozent mehr Tempo beim Webbrowsen erreichen.
Die Grafikleistung soll zweieinhalb Mal so hoch wie beim OMAP4430 sein. TI verbaut dafür den Grafikkern PowerVR SGX544(öffnet im neuen Fenster) , nennt aber nicht die Zahl von dessen Rechenwerken. Die kann, wie bei den meisten ARM-Komponenten, in einem weiten Bereich vom Chiphersteller bestimmt werden. Texas Instruments empfiehlt den neuen Chip ausdrücklich auch für Windows 8, das auch auf ARM-Kernen laufen wird. Daher gibt es für den Grafikteil neben Unterstützung für OpenGL ES 2.0 auch Treiber für DirectX in unbekannter Version.
Bei den CPU-Kernen geht TI einen ähnlichen Weg wie beim größeren Modell OMAP5 . Beim OMAP4470 werden aber nicht zwei Cortex-A15-Kerne , sondern ein Dual-Core mit der Architektur Cortex-A9 mit bis zu 1,8 GHz verbaut. Diese tragen die Hauptlast bei rechenintensiven Anwendungen. Für Benutzereingaben und andere Hilfsdienste gibt es zwei zusätzliche Kerne nach der Architektur Cortex-M3(öffnet im neuen Fenster) . Das gesamte SoC wird mit 45 Nanometern Strukturbreite gefertigt, beim OMAP5 setzt TI schon auf 28-Nanometer-Technik.
Da der neue Chip auch für Desktopanwendungen eingesetzt werden soll, kann der Grafikkern nun Auflösungen bis zu 2.048 x 1.536 Pixeln ansteuern. Zudem kann er drei Displays verwalten, TI spricht hier aber nur von "HD-Displays" ; ob alle Monitore die hohe Auflösung erreichen, ist somit nicht sicher.
Auch zur Leistungsaufnahme machte TI bisher noch keine Angaben. In Musterstückzahlen soll der Chip auch erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 ausgeliefert werden. Mit ersten Geräten auf Basis des OMAP4770 rechnet der Chiphersteller in der ersten Hälfte des Jahres 2012.



