Google Mail: Angriffe auf E-Mailkonten chinesischer Aktivisten

Im offiziellen Google Blog hat der Suchmaschinenbetreiber in einer Randbemerkung bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster) , von welchem Ort aus ein größerer Phishing-Angriff auf Google-Mail-Nutzer verübt wurde. Laut Google wird die Quelle des Angriffs in der Millionenstadt Jinan, der Provinz Shandong, in China vermutet. Der Angriff ist allerdings schon etwas länger her. Erste Spuren gab es bereits schon im Februar 2011(öffnet im neuen Fenster) .
Analysiert wurde der Angriff über das eigene cloudbasierte Sicherheitssystem. Offenbar versuchten Unbekannte, von mehreren hundert Nutzern die Zugangsdaten zu bekommen. Google geht davon aus, dass dies über Phishing geschah. Es sind zwar nur wenige Ziele, diese haben es dafür jedoch in sich. Laut Google sind US-Regierungsmitarbeiter, politische Aktivisten aus China, Militärs, Journalisten und Vertreter asiatischer Staaten, insbesondere Südkoreas, von dem Angriff betroffen gewesen.
Die Angreifer hatten laut Google das Ziel, E-Mails zu überwachen, indem beispielsweise Weiterleitungen verändert wurden. Der Angriff wurde mittlerweile unterbunden. Außerdem hat Google die zuständigen Behörden und die Opfer über die Vorfällen informiert.
Google hat China schon öfter vorgeworfen, seine Dienste zu stören. Erst im März 2011 gab es einen Vorfall mit Google Mail . Google warf der chinesischen Regierung vor, den E-Mail-Dienst zu blockieren.



