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Bitp.it: Bitcoins statt Werbung?

Websitebesucher sollen Bitcoins schürfen und dazu ihre Rechenzeit zur Verfügung stellen, so lässt sich die Idee hinter Bitp.it beschreiben. Derweil warnt der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) vor der virtuellen Währung.
/ Jens Ihlenfeld
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Bild: Bitp.it

Bei Bitp.it(öffnet im neuen Fenster) handelt es sich um einen komplett in Javascript realisierten Bitcoin-Miner, der sich leicht in Webseiten integrieren lässt. Bitcoins werden nach einem kryptographischen Verfahren verlost, bei dem der Einsatz von Rechenkraft die Chancen erhöht, eine gültige Bitcoin durch Ausprobieren zu errechnen. Die Rechenkraft, die dazu eingesetzt werden muss, steigt mit der Zeit deutlich an, wodurch die Geldmenge immer langsamer wachsen sollte.

Bitp.it verwendet dazu die Rechner der Nutzer einer Webseite, deren Browser im Hintergrund Bitcoins berechnet. Wird ein Hash gefunden, der zu einer neuen Bitcoin verhilft, fällt dieser dem Websitebetreiber zu. Nach einer massiven Aufwertung der Schattenwährung sowie einem kleinen Einbruch liegt der Wert einer Bitcoin laut bitcoinmarket.com(öffnet im neuen Fenster) derzeit bei rund 7 US-Dollar.

Die Macher von Bitp.it geben sich nicht zu erkennen und versprechen, die über ihr Script erzeugten Bitcoins in Schritten von 0,01 Bitcoins auszuzahlen. Sie bewerben Bitp.it in einem Foreneintrag(öffnet im neuen Fenster) als Alternative zu Bannerwerbung.

Für Websitenutzer könnte der Hype um Bitcoins kombiniert mit Bitp.it zu kürzeren Akkulaufzeiten führen, da unbemerkt und ungewollt die CPU belastet wird, merkt Blogger Felix von Leitner alias Fefe an(öffnet im neuen Fenster) .

Derweil warnt der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) Verbraucher und Händler vor Bitcoins als Zahlungsmittel: "Durch die Nutzung von Bitcoins als Zahlungsmittel wird die notwendige Kontrolle durch den Staat in den Fällen von Steuerhinterziehung oder Geldwäsche unmöglich. Deswegen sind Bitcoins schlichtweg gefährlich und haben das Potenzial, der gesamten Gesellschaft eben durch Steuerhinterziehung, Geldwäsche oder andere illegale Geschäfte nachhaltig zu schaden" , heißt es in einer Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) des Verbandes.


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