Europäische Kommission: 50 Millionen Euro für Windows 7

Die Europäische Kommission gibt 50 Millionen Euro für ein Update ihrer 36.000 Rechner von Windows XP auf Windows 7 aus, das berichtet Computerweekly (CW)(öffnet im neuen Fenster) . Die Details des Abkommens, die CW veröffentlicht hat, sind noch nicht offiziell. Aber die Antworten auf die Anfragen der Europa-Abgeordneten Mary Honeyball(öffnet im neuen Fenster) und Bart Staes(öffnet im neuen Fenster) zu der Vergabe an Microsoft werden für die kommenden Woche erwartet.
Die Vereinbarung zwischen der Kommission und Microsoft ist ohne Ausschreibung verlaufen. Begründet wird das damit, dass das Update keinen Neukauf darstelle, sondern einen teilweisen Ersatz und somit eine Ausschreibung nicht notwendig gewesen sei. Außerdem würde ein Wechsel zu einem anderen Anbieter große technische Schwierigkeiten und Inkompatibilitäten verursachen, berichtet CW.
Weiter heißt es, dass neben dem Erwerb der Lizenzen auch ein Supportvertrag abgeschlossen wurde(öffnet im neuen Fenster) . Dieser umfasst ein Volumen von rund 44 Millionen Euro und wurde ebenfalls nicht ausgeschrieben. Der Grund dafür sei, dass kein Unternehmen außer Microsoft die notwendigen Leistungen erbringen könne.
Vor etwa einer Woche kritisierte der Lobbyverband(öffnet im neuen Fenster) Open Forum Europe, dass 13 Prozent der Ausschreibungen in der Europäischen Union unrechtmäßigerweise direkten Bezug auf Markennamen nähmen. Außerdem sei der Trend zu beobachten, dass Vereinbarungen mehr und mehr hinter verschlossenen Türen geschlossen würden, statt diese auszuschreiben.
Nach Meinung der Kommission seien auch Firmen wie Microsoft in der Lage, interoperable Software bereitzustellen, wodurch sie nicht zwingend an Microsoft gebunden seien, zitiert CW. Dabei scheint sich die Europäische Kommission nicht daran zu stören, dass sie gerade ein Verfahren gegen Microsoft wegen dessen wettbewerbswidrigen Verhaltens führt und 900 Millionen Euro Strafe verlangt.