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Medion: Lenovo will Aldi-Computer-Hersteller kaufen

Der chinesische Hersteller Lenovo wird Medion kaufen. Das Unternehmen aus Essen ist für seine Supermarktnotebooks und Personal Computer bekannt und stellt unter anderem die Aldi-PCs her.
/ Achim Sawall
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Lenovo-Logo in einem Computercenter Schanghai (Bild: Philippe Lopez/AFP/Getty Images)
Lenovo-Logo in einem Computercenter Schanghai Bild: Philippe Lopez/AFP/Getty Images

Lenovo hat ein Übernahmeangebot für Medion in Höhe von 629 Millionen Euro abgegeben. Das berichtet der deutsche Computerhersteller am 1. Juni 2011. Lenovo aus China bietet 13 Euro pro Aktie.

Das Übernahmeangebot der Lenovo Germany wird unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen sowie des Erreichens einer Mindestbeteiligungsschwelle von 51 Prozent des Grundkapitals von Medion stehen. Das bedeutet, das Angebot gilt nur dann, wenn Lenovo im Rahmen der Übernahme die Mehrheit der Aktien erhält. Der Mehrheitsaktionär und Gründer von Medion, Gerd Brachmann, hat zudem einen gesonderten Aktienkaufvertrag vereinbart. Brachmann erhält 80 Prozent in bar und 20 Prozent in Form von Lenovo-Aktien.

Medion hat bereits ein sogenanntes Business Combination Agreement mit Lenovo abgeschlossen. "Dies beschreibt die Eckpfeiler der Transaktion, die Unterstützung der Transaktion durch die Medion AG und das gemeinsame Verständnis im Hinblick auf die zukünftige geschäftliche Kooperation zwischen Medion und Lenovo" , erklärte der Hersteller aus Essen.

Lenovo ist der weltweit viertgrößte Computerhersteller mit einem Marktanteil von derzeit sieben Prozent in Westeuropa. Konzernchef Yang Yuanqing kündigte an, durch die Übernahme in Westeuropa stärker zulegen zu wollen. Lenovo plane weiterhin Zukäufe in entwickelten Märkten und in Schwellenländern, sagte er.

In Deutschland ist Lenovo schon länger auf Expansionskurs. Im zweiten Halbjahr 2010 hatte Lenovo-Vorstand Milko van Duijl angekündigt, dass die Geräte des Herstellers flächendeckend sowohl bei Saturn als auch bei Media Markt in die Regale kommen sollen. Dabei ziele Lenovo auf einen Marktanteil in Deutschland von über 10 Prozent und wollte Medion und Dell überholen. Im ersten Quartal 2009 lag dieser Wert laut der IDC Marktforschung bei 4,6 Prozent, im ersten Quartal 2010 waren es 6,8 Prozent. Weltweit wollte Lenovo seinen Marktanteil von 9 auf 11 Prozent steigern.


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