Gewinnwarnung: Nokia verkauft weniger Telefone, hofft auf Windows Phone 7

Um bis zu 14 Prozent ist der Aktienkurs von Nokia nach einer Gewinnwarnung des finnischen Mobiltelefonherstellers gesunken. Vor allem die Sparte Geräte und Dienste (Devices & Services) liegt offenbar deutlich unter Plan. Konkrete Zahlen nennt Nokia nicht, gibt nur an, dass der Umsatz in diesem Bereich deutlich unter der prognostizierten Spanne von 6,1 bis 6,6 Milliarden Euro liegen wird. Auch die angepeilte Gewinnmarge von 6 bis 9 Prozent werde verfehlt. Derzeit geht Nokia davon aus, dass die operative Marge auf Break-even-Niveau liegen wird.
Schuld am schlechten Geschäftsverlauf seien mehrere Faktoren. Nokia nennt ein dynamisches Wettbewerbsumfeld und Markttrends über mehrere Preiskategorien, vor allem in China und Europa. Zudem habe sich der Produktmix hin zu billigeren Geräten verschoben. Auch die Preispolitik von Nokia und einigen Konkurrenten habe sich negativ ausgewirkt.
Letztendlich verkaufte Nokia weniger Mobiltelefone zu niedrigeren durchschnittlichen Verkaufspreisen.
Eine Prognose für das Gesamtjahr gab Nokia angesichts der Gewinnwarnung nicht ab. Für das dritte Quartal erwartet Nokia Umsätze in etwa auf der Höhe des zweiten Quartals. Im vierten Quartal soll der Umsatz saisonbedingt wieder zulegen. Dabei will Nokia seine Kunden mit Innovationen bei Symbian-Smartphones für sich gewinnen und hat zudem Preisanpassungen vorgenommen. Zudem soll in Marketing am Point-of-Sale investiert werden.
Der Umstieg auf Windows Phone 7 verlaufe derweil planmäßig, teilt Nokia anlässlich der Gewinnwarnung mit. Man gehe weiterhin davon aus, das erste Gerät auf Basis von Windows Phone 7 im vierten Quartal 2011 auf den Markt zu bringen. Nach dem Umstieg auf Microsofts Betriebssystem will Nokia dann wieder schneller wachsen als der Markt.
Seine Zahlen für das zweite Quartal 2011 will Nokia am 21. Juli 2011 veröffentlichen.



