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Das Zeichen des Triumphes war zu sehen unter pbs.org/lulz.
Das Zeichen des Triumphes war zu sehen unter pbs.org/lulz. (Bild: http://freze.it/lulz)

Protesthack

Angriff auf PBS nach Wikileaks-Doku

Das Zeichen des Triumphes war zu sehen unter pbs.org/lulz.
Das Zeichen des Triumphes war zu sehen unter pbs.org/lulz. (Bild: http://freze.it/lulz)

Die Server des US-Senders PBS sind am vergangenen Sonntag gehackt worden. Grund war eine Dokumentation über Wikileaks, gegen deren Inhalt die Hacker Lulzsec protestieren.

In der Nacht des 29. Mai war auf der Webseite von PBS Newshour zu lesen, dass der Rapper Tupac Shakur gar nicht tot sei und in Neuseeland lebe. Die offensichtliche Falschmeldung stammt von Hackern, die sich selbst Lulzsec nennen. Grund für den Hack war die Dokumentation Wikisecrets über Wikileaks in dem Format Frontline auf PBS. Der Sender ist vergleichbar mit dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Europa.

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In ihrer Begründung schreiben Lulzsec: "Wir haben gerade Wikisecrets gesehen und sind alles andere als beeindruckt. Wir segeln unser Lulzboat zu den PBS-Servern für weitere Durchsuchungen."

Infiltrierte Server und Datenbanken

Via Twitter pries die Gruppe dann auch ihre "Errungenschaften" an: "Was läuft falsch bei @PBS. Wie kommt es, dass all ihre Server gerootet sind? Wieso sind ihre Datenbanken gekapert? Warum sind deren Passwörter gecrackt?"

Schließlich begannen Lulzsec, zusätzlich zu der Falschmeldung IP-Adressen der PBS-Server und Datenbankinformationen inklusive der Zugangsdaten zu veröffentlichen. Unter den E-Mail-Adressen, Logins und Passwörtern sind jene der PBS-Mitarbeiter, aber auch die von Hunderten Journalisten mit Zugang zum Pressebereich von PBS.

Die Falschmeldung über Tupac verbreitete sich rasant, so dass Newshour schnell den Hack bemerkte. "Es tut uns leid, wir wurden gehackt - wir arbeiten daran.". Die Webseite von Newshour ist jedoch nach wie vor nicht online und leitet Anfragen auf PBS-Video um. Der Webauftritt der Nachrichtensendung sei kurzfristig auf Tumblr.com ausgewichen, lassen die Journalisten wissen.

Lulzsec gehören nicht zu Anonymous

Lulzsec weisen ausdrücklich darauf hin, dass sie nicht zu Anonymous gehören. Sie scheinen aber eine ähnliche politische Haltung zu vertreten. Wie die australische Webseite Secure Business Intelligence berichtet, haben Lulzsec im vergangenen Monat wohl auch LinkedIn-Profile von Fox-Mitarbeitern verändert und persönliche Daten von Teilnehmern der Sendung "X-Factor" veröffentlicht. Die Castingshow des Senders Fox soll im Herbst dieses Jahres ausgestrahlt werden.

Wikileaks selbst sieht sich durch die Dokumentation ins falsche Licht gerückt, noch vor der eigentlichen Ausstrahlung, am Dienstag, dem 24. Mai 2011, gab Wikileaks bekannt: "Das Programm ist feindselig und stellt die Ansichten von Wikileaks falsch dar." Aus der "Tradition des 'wissenschaftlichen Journalismus'" heraus ist auf der Wikileaks-Seite das komplette Interview mit Julian Assange zu sehen, das in Wikisecrets verkürzt enthalten ist.


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elitezocker 05. Jun 2011

Ach du meine Güte! Man betrachte sich nur mal "Coldmirror" und man merkt schnell, dass...

elitezocker 05. Jun 2011

Diskreditieren kann man nur was einen Vertrauenskredit besitzt. Wikileaks ist die...

elgooG 01. Jun 2011

ja. Der tiefste Punkt seiner Kariere. :-(

Der Kaiser! 01. Jun 2011

Ich dachte mir schon sowas. ^^



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