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Erklärungsversuch: Sofortüberweisung.de verteidigt Praxis des Kontoausspähens
(Bild: Payment Network / Golem.de)

Erklärungsversuch

Sofortüberweisung.de verteidigt Praxis des Kontoausspähens

Erklärungsversuch: Sofortüberweisung.de verteidigt Praxis des Kontoausspähens
(Bild: Payment Network / Golem.de)

Payment Network, der Betreiber des Bezahldienstleisters Sofortüberweisung.de, hat seine Praxis des Durchsuchens der Kontodaten seiner Nutzer verteidigt. Das Unternehmen will weitermachen wie bisher, lediglich die Datenschutzhinweise sollen geändert werden.

Payment Network hat sich zu den Vorwürfen geäußert, es spähe heimlich die Bankkonten seiner Nutzer aus. Der Betreiber räumte ein, dass die Software von Sofortüberweisung.de den Verfügungsrahmen der Nutzer und die Überweisungen der letzten 30 Tage prüft.

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"Allerdings nur bei circa 30 Prozent aller Transaktionen, ob vorausgegangene Sofortüberweisungen zwischen Kunden und Händlern aus den vergangenen 30 Tagen im Konto verbucht wurden oder nicht. (...) Diese Prüfung geschieht, um systematischen Betrug auszuschließen. Kein Mitarbeiter von Sofortüberweisung.de beziehungsweise der Payment Network AG hat Zugang zu den von der Software geprüften personenbezogenen Daten der Nutzer. (...) Es werden nur Name, Bankleitzahl, Kontonummer, Betreff, Betrag und Datum der Überweisung gespeichert. Dies sind auch die Informationen, die der Händler bei der Überweisung auf seinem Kontoauszug sieht."

Das Radiomagazin NDR Info berichtete am 30. Mai 2011, dass von Sofortüberweisung.de neben den Kontobewegungen der letzten 30 Tage auch vorgemerkte Überweisungen und der Dispokreditrahmen abgefragt würden. Zudem würde überprüft, ob der Nutzer noch weitere Konten bei der Bank hat. Dafür wurde der Fall von c't-Redakteur Axel Kossel angeführt. Kossels Buchung bei Sofortüberweisung.de erfolgte von einem anderen Konto, als von ihm angegeben. "Offensichtlich hat man also meine PIN erst mal benutzt, um zu schauen, welche Konten da sind, und hatte dann ein falsches für die Zahlung ausgewählt", sagte der Journalist NDR Info.

Diese Datenschutzverletzung liegt laut Payment Network bereits zwei Jahre zurück und wurde durch einen Schnittstellenfehler verursacht. "Es handelt sich um einen Einzelfall, der umgehend behoben wurde. Damals hat die Payment Network AG das Programm entsprechend optimiert, damit so etwas nicht mehr passieren kann."

Obwohl der Nutzer bei Sofortüberweisung.de ein Kennwort (PIN) und den Transaktionscode (TAN) angeben muss, ist der Dienst sehr beliebt und hat 17.000 Partnershops. Ein Nutzer von Sofortüberweisung.de berichtete Golem.de, dass durch den Dienst des Zahlungsabwicklers die Onlineshops sofort lieferten, auch wenn der Kunde zum ersten Mal bestelle. "Die Buchung erfolgt sofort und kostet den Kunden nichts, außer einer TAN, die per Https eingegeben wird." Der Dienst sei auch bei den Onlineshops sehr beliebt, weil sie sofort ihr Geld bekämen.

Nachtrag vom 31. Mai 2011, 15:04 Uhr

Eine Sprecherin des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht widersprach gegenüber NDR Info Aussagen von Payment Network, wonach die Behörde die Kontodatenabfragen des Unternehmens in der Vergangenheit als "ordnungsgemäß" bezeichnet habe. Der Firma sei lediglich mitgeteilt worden, dass das Bundesdatenschutzgesetz solche Prüfungen unter bestimmten Bedingungen erlaube. Dafür sei es jedoch "unbedingt notwendig, dass die Datenschutzhinweise dem Kunden transparent machen, was das Unternehmen im Hintergrund prüft. Ansonsten wäre ein solches Vorgehen nicht gesetzeskonform."


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Martin F. 03. Jun 2011

Einfach so? Die Daten sind mittels PIN geschützt. Du selbst willst die Daten doch auch...

elgooG 01. Jun 2011

Wieso sollte eine korrupte Regierung die deine sämtlichen elektronischen...

Keridalspidialose 31. Mai 2011

Wer bei Trost ist hat diesen Dienst noch nie genutzt. Und alle anderen sind naiv genug...

theWhip 31. Mai 2011

nicht nutzen! ganz einfache Lösung

OnlineGamer 31. Mai 2011

Genauso sieht es aus. mach ich auch so.



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