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e-Genius beim Jungfernflug
e-Genius beim Jungfernflug (Bild: Universität Stuttgart)

e-Genius

Elektroflugzeug aus Stuttgart

e-Genius beim Jungfernflug
e-Genius beim Jungfernflug (Bild: Universität Stuttgart)

Wissenschaftler der Universität aus Stuttgart haben ein Elektroflugzeug entwickelt und erfolgreich getestet. Mit dem Motorsegler wollen sie im Juli an einem Wettbewerb für saubere Flugzeuge in den USA teilnehmen.

320 Kilometer mit mindestens 160 km/h Geschwindigkeit und nicht mehr als einem Liter Benzinäquivalent pro 100 Kilometer - das sind die Vorgaben für e-Genius, einen Motorsegler mit Elektromotor. Mit dem Flugzeug wollen die Entwickler von der Universität in Stuttgart um Rudolf Voit-Nitschmann, Len Schumann und Steffen Geinitz Anfang Juli 2011 in den USA an dem Wettbewerb Green Flight Challenge (GFC) teilnehmen.

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Zweisitzer mit Elektroantrieb

Der Rumpf des Flugzeugs ist 8,10 Meter lang, die Tragflächen haben eine Spannweite von 16,90 Metern. Angetrieben wird e-Genius von einem Elektromotor mit einer Leistung von 60 kW, der im Höhenleitwerk angebracht ist. Der Rumpf besteht aus Kohlefaser und ist in Sandwich-Bauweise ausgeführt. Das Flugzeug bietet Platz für zwei Insassen, das Startgewicht kann 850 Kilogramm betragen.

Der e-Genius basiert auf dem ebenfalls von dem Stuttgarter Team entwickelten Brennstoffzellenflieger Hydrogenius. Anders als dieser hat der e-Genius jedoch keine Brennstoffzelle an Bord, sondern Akkus, die den Elektromotor mit Strom versorgen. Deren Leistung reiche aber aus, um die Vorgaben der GFC zu erfüllen, sagt Voit-Nitschmann im Gespräch mit Golem.de.

400 Kilometer Reichweite

Die Reichweite des e-Genius, der seinen Jungfernflug am 26. Mai absolviert hat, beträgt etwa 400 Kilometer. Die Flugdauer gibt Voit-Nitschmann mit vier Stunden an. Am 30. Mai hat e-Genius bei seinem zweiten Flug schon 2,5 Stunden geschafft. Den Energiebedarf geben die Entwickler mit 4,75 Kilowattstunden pro 100 Kilometer und Passagier an, was 0,6 Liter Benzin entspricht.

Eine Brennstoffzelle hätte eine noch größere Reichweite ermöglicht, erzählt Voit-Nitschmann. Sie sei aber schwieriger an ein Flugzeug anzupassen und zudem viel teurer als die Akkus. Das Ziel der Entwickler sei aber, den e-Genius in Zukunft in Serie zu fertigen und als Touring-Motorsegler auf den Markt zu bringen.

320 Kilometer in weniger als zwei Stunden

Die GFC wird von der US-Stiftung Cafe (von: Comparative Aircraft Flight Efficiency) mit Unterstützung der US-Raumfahrtbehörde Nasa ausgerichtet. Vom 11. bis zum 17. Juli müssen die alternativen Flugzeuge im kalifornischen Santa Rosa ihre Energieeffizienz unter Beweis stellen: 200 Meilen, also 320 Kilometer, ist die Strecke lang, die sie in weniger als zwei Stunden absolvieren müssen. Der Energieverbrauch pro Insasse auf dieser Strecke muss unter dem Äquivalent von einer US-Gallone Benzin liegen, was knapp 3,8 Litern entspricht. Zugelassen sind Flugzeuge, die mit Benzin, Biodiesel, Wasserstoff oder Strom angetrieben werden.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betreibt seit 2009 das Brennstoffzellenflugzeug Antares. Das Flugzeug, das seinen Jungfernflug 2009 absolviert hat, ist ein fliegender Prüfstand, mit dem das DLR Brennstoffzellen unter Praxisbedingungen testet.


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Hotohori 31. Mai 2011

Dank den großen Flächen der Flügel müsste das doch auch mit Solarzellen zu verbinden sein...



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