Instant Messenger: Erster offizieller Linux-Client setzt auf Adobe-Produkte

Seit der ersten Veröffentlichung von ICQ im Jahr 1996 hat es keinen offiziellen Client für Linux-Systeme gegeben, nun existiert eine Betaversion, mit der Linux-Nutzer die Nutzungsbedingungen nicht mehr umgehen müssen. Denn bisher verbieten die Bestimmungen, ICQ mit anderen Programmen als den offiziellen zu benutzen.
Der neue Linux-Client unterstützt einen Nachrichtenverlauf und Facebook-Chat. Außerdem können Youtube-Videos in einem integrierten Fenster angesehen und Statusupdates auf Facebook und Twitter gepostet werden.
Der Client wurde mit der Laufzeitumgebung Adobe Air(öffnet im neuen Fenster) umgesetzt. Deshalb wird Adobe Air benötigt, aber auch der Flash-Player von Adobe. Die Laufzeitumgebung Air wird bereits benötigt, um den Download durchzuführen, dieser ist sonst nur über Umwege im Quelltext der Webseite zu finden. Die Installationsroutine übernimmt ebenfalls Adobe Air. Im Paketmanager erscheint der Client noch als Icqformac, was auf eine Portierung hindeutet.
In der Vergangenheit wurde das ICQ-Protokoll wegen der großen Beliebtheit nachgebaut und in einigen Multi-Messenger-Clients wie Kopete und Pidgin integriert. Gegen diese unerlaubte Umsetzung gingen die ICQ-Besitzer jedoch nie vor. Der Paradigmenwechsel zu einem dritten Client könnte in Zusammenhang mit dem Verkauf von ICQ an den Mail.ru-Betreiber Digital Sky Technologies stehen.
Für die Benutzung werden mindestens 1 GByte Arbeitsspeicher und ein 32-Bit-Linux empfohlen. Laut der Webseite sollte der Client mit Fedora 13, Ubuntu 10.10 und Opensuse 11.3 funktionieren. Er steht ab sofort zum Download bereit(öffnet im neuen Fenster) .