Cyberattacke: Angreifer dringen in Computer von Lockheed Martin ein
Cyberattacke auf Lockheed Martin: Unbekannte sollen in die Computersysteme des US-Rüstungs- und Luftfahrtkonzerns eingedrungen sein. Die Sicherheitslücke könnte mit dem Datendiebstahl beim US-Sicherheitsunternehmen RSA vor einigen Monaten zusammenhängen, berichtet die New York Times(öffnet im neuen Fenster) .
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Am vergangenen Wochenende habe ein Unbekannter versucht, sich Zugang zum Computersystem von Lockheed zu verschaffen, erfuhr die Zeitung von Informanten aus der Rüstungsindustrie, die namentlich nicht genannt werden wollten. Lockheed selbst wollte sich dazu ebenso wenig äußern wie RSA.
Lockheed setzt das Authentifizierungssystem SecurID(öffnet im neuen Fenster) von RSA ein. RSA hatte im März bekanntgegeben, dass bei einem Angriff auf das Unternehmen auch SecurID betroffen war. Die Nutzer des Systems erhalten einen sogenannten Token, ein kleines Gerät, das minütlich einen Zahlencode generiert. Mit diesem und einem zusätzlichen Passwort erhält der Nutzer Zugang zu einem Computersystem.
Neue SecurID-Tokens und Passwörter
Lockheed sperrte daraufhin den Zugriff auf seine Computer von außen und hat neue SecurID-Tokens und Passwörter an die Mitarbeiter ausgegeben. Sollte das Sicherheitsproblem des Unternehmens auf den Datendiebstahl bei RSA zurückzuführen sein, wäre es die erste Folge, die bekannt wird.
Lockheed ist unter anderem am Joint-Strike-Fighter-Projekt beteiligt, das als das teuerste und aufwendigste Waffenprogramm der USA gilt. 2009 wurde entdeckt, dass Unbekannte in die Computersysteme des Projekts eingedrungen waren. Dabei hatten sie mehrere Terabyte an Daten über das Mehrzweckkampfflugzeug Lockheed Martin F-35 Lightning II gestohlen.
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