• IT-Karriere:
  • Services:

Interview mit Lennart Poettering

Systemd soll Linux standardisieren

Mit Systemd hat Lennart Poettering den Start von Systemdiensten unter Linux gründlich umgekrempelt. Ziel ist, den Systemstart zu beschleunigen, zu vereinfachen und darüber hinaus Linux weiter zu standardisieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Lennart Poettering im Interview mit Golem.de
Lennart Poettering im Interview mit Golem.de (Bild: Golem.de)

Nach einem Anlauf in Fedora 14 hat es Lennert Poettering geschafft, mit seiner neuen Startumgebung Systemd einen Ersatz für SysVInit in Fedora 15 zu integrieren. Der Startprozess für Dienste - auch Init-1-Prozess genannt - soll schneller und effizienter sein als beim Vorgänger. Grundlage dafür ist das Umgehen der Shell, in der die SysVInit-Befehle per Skript zuvor abgearbeitet wurden. Systemd ist in C geschrieben und verwendet Binärdateien, um Dienste zu initialisieren. Dadurch lasse sich das Abarbeiten der Befehle weiter parallelisieren, sagte Poettering in einem Interview mit Golem.de.

Stellenmarkt
  1. Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns, München
  2. Concordia Versicherungsgesellschaft a.G., Hannover

Systemd soll aber auch dafür sorgen, dass der Startprozess wieder vereinheitlicht wird. Als einfaches Beispiel nennt Poettering die unterschiedlichen Konfigurationsdateien unter Linux: Bei manchen Distributoren unterscheidet sich die Groß- und Kleinschreibung, andere legen die Dateien an unterschiedlichen Orten ab. Das mache Systemadministratoren die Arbeit fast unmöglich, sie müssten sich in die jeweilige Distribution einarbeiten.

Außerdem soll Systemd dafür sorgen, dass nicht genutzte Dienste zwar beim Systemstart abgeschaltet bleiben, durch Systemd aber flink erreichbar sind, wenn sie benötigt werden. Als Beispiel nennt Poettering den Drucker-Daemon Cups, der erst dann benötigt wird, wenn tatsächlich gedruckt werden soll.

Dabei soll aber die Kompatibilität mit SysVInit aufrechterhalten bleiben. Shell-Init-Skripte können Systemd ebenso abarbeiten wie die eigenen Binärdateien. Zudem könnten Distributoren Systemd bedenkenlos einsetzen, da es sich beim Kompilieren an dessen Eigenheiten anpasst.

Die Idee für Systemd hat Poettering von Launchd, das in Mac OS X zum Einsatz kommt. Poettering will das Konzept auf Systemd weiterführen: Er schlägt vor, künftig auch Sessions ähnlich zu verwalten wie jetzt die Dienste, etwa um den Displaymanager, den Dateimanager oder das Desktoppanel zu starten. Das würde die Geschwindigkeit der Desktopumgebung erhöhen und deren Ressourcenhunger reduzieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Hello_World 03. Jun 2011

Zum einen sagt die Größe des Codes praktisch gar nichts über seine Geschwindigkeit aus...

Der Kaiser! 01. Jun 2011

Die Dinge werden immer öfter ineinander verkapselt. Was dazu führt, das man entweder...

xeniac.at 30. Mai 2011

Frage: Was hat die Diskussion über OpenGL Offscreen-Rendering mit systemd zu tun??? Um...

xeniac.at 30. Mai 2011

Ist "KISS" nun ein Grund für oder gegen systemd? Derzeit habe ich mit Ubuntu leider...

Hello_World 30. Mai 2011

In welcher Welt lebst Du? Einem normalen Nutzer kann man heute keine Text...


Folgen Sie uns
       


Thinkpad Trackpoint Keyboard 2 im Test: Tolle kompakte Tastatur für Thinkpad-Fans
Thinkpad Trackpoint Keyboard 2 im Test
Tolle kompakte Tastatur für Thinkpad-Fans

Lenovos externe Thinkpad-Tastatur bietet alle Vorteile der Tastatur eines Thinkpad-Notebooks. Sie arbeitet drahtlos und mit Akkutechnik.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Thinkpad X1 Fold Das faltbare Thinkpad kommt im Oktober
  2. Thinkpad X1 Nano Lenovo macht das Carbon winzig
  3. Thinkpad E14 Gen2 (AMD) im Test Gelungener Ryzen-Laptop für 700 Euro

Tutorial: Was ein On Screen Display alles kann
Tutorial
Was ein On Screen Display alles kann

Werkzeugkasten Viele PC-Spieler schwören auf ein OSD. Denn damit lassen sich Limits erkennen, die Bildqualität verbessern und Ruckler verringern.
Von Marc Sauter


    Corsair K60 RGB Pro im Test: Teuer trotz Viola
    Corsair K60 RGB Pro im Test
    Teuer trotz Viola

    Corsair verwendet in der K60 Pro RGB als erster Hersteller Cherrys neue preiswerte Viola-Switches. Anders als Cherrys günstige MY-Schalter aus den 80ern hinterlassen diese einen weitaus besseren Eindruck bei uns - der Preis der Tastatur hingegen nicht.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Corsair K100 RGB im Test Das RGB-Monster mit der Lichtschranke
    2. Corsair Externes Touchdisplay ermöglicht schnelle Einstellungen
    3. Corsair One a100 im Test Ryzen-Wasserturm richtig gemacht

      •  /