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Zerstörte Natur ohne Kitsch

Die TV-Woche vom 30. Mai bis zum 5. Juni wartet mit der TV-Premiere eines Films von 1929 auf. Allerdings zu nachtschlafender Zeit. Es lohnt sich aber trotzdem, wachzubleiben, denn beim Ansehen drängt sich der Gedanke auf, dass Max Frisch nur geklaut hat.

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Golem.de guckt: Zerstörte Natur ohne Kitsch

Planet Plankton ist eine zweiteilige Dokumentation über Plankton. Die grüne Suppe ist unangenehm am Badestrand, aber vielleicht lässt sich der angeekelte und frustrierte Nachwuchs damit beruhigen, dass es sich schließlich um eine wesentliche Basis der globalen Biologie handelt. Die Dokumentation erklärt alles über Algen und ihre Nutzung durch den Menschen.
(Arte, 30.5 und 31.5.2011, 16:50 - 17:35 Uhr)

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Schwerelos läuft in dieser Woche diverse Male, hier sei nur der Montagstermin auf ZDF genannt. Zeitlich nicht ganz unpassend zum Thema Frauenquote widmet sich das filmische Essay der Frage, warum so wenig Frauen in der Raumfahrt präsent sind. Und dazu redet die Regisseurin mit Frauen, die in der Raumfahrt sind.
(ZDF, 31.5.2011, 0:20 - 1:20 Uhr)

Der Film Sprengbagger 1010 wirft uns zurück in die Hochphase der Industrialisierung und thematisiert die Zerstörung der Umwelt durch die Technik. Das klingt nach Prenzlauer-Berg-Öko-Kitsch, doch es handelt sich um einen der letzten deutschen Stummfilme von 1929. Ingenieur Karl Hartmann baut an einem neuen Tagebau-Bagger, angenervt vom Industriemoloch begibt er sich für einen Urlaub in die idyllische Heimat. Doch dort entdeckt er Braunkohle, will sein "Kind" in Aktion sehen, und so reißt sein Bagger den heimatlichen Boden auf. Dass er damit sich selbst und alles, was er liebt, dem Abriss preisgibt, begreift er zu spät. Der Film wurde erst im März von Arte neu aufgeführt, nach umfangreichen Restaurationsarbeiten und mit neu eingespielter Musik.
(Arte, 31.5.2011, 1:15 - 2:45 Uhr)

Planet Wissen beschäftigt sich am Mittwoch mit der Epigenetik, jener Disziplin, die erforscht, wie die Informationen des Genoms innerhalb der Zelle ausgewertet werden. Neben einer Einführung in die Epigenetik bietet die Sendung Einblick in die Krebsbekämpfung mit Hilfe der Epigenetik. Und zum Schluss gibt es noch ein bisschen Genetikfolklore.
(WDR, 1.6.2011, 15:00 - 16:00 Uhr)

Einst diskutierte der Mann nicht, sondern hieb der Frau eins mit der Keule über und schleifte sie in seine Höhle. Oder etwa doch nicht? In der Studiozeit am Donnerstag geht es um Neue Entdeckungen aus der Steinzeit. Neue Ausgrabungen scheinen zu belegen, dass die Europäer der Steinzeit doch nicht so ganz tumb waren, wie es bislang schien.
(DLF, 2.6.2011, 20:05 - 21:00 Uhr)

Die Pixelmacher versuchen etwas zu sehen, das sonst nicht zu sehen ist - zumindest in Computerspielen - und bringen das thematisch etwas waghalsig mit blinden Nerds zusammen. Zum einem geht es um das nervige Problem, dass aufgrund kultureller Eigenheiten und gesetzlicher Ansprüche das gleiche Spiel in verschiedenen Ländern und Regionen durchaus unterschiedlich aussehen kann. Pixelmacher unterhält sich dazu mit Spielern, die versuchen, das Problem zu umgehen, und fragt sie, warum sie das tun. Zum anderen werden Blinde vorgestellt, die sich für Spiele und soziale Netzwerke begeistern. Es wird gezeigt, und wie sie die Probleme damit meistern, dass diese Angebote oftmals nicht gerade barrierefrei sind.
(ZDFkultur, 3.6.2011, 21:30 - 22:00 Uhr)

Ein Forscher erlangt nur selten Ruhm? Zumindest für den Nobelpreisträger Eric Kandel gilt das nicht so ganz, er hat immerhin eine biografische Dokumentation auf Arte bekommen. In Auf der Suche nach dem Gedächtnis wird einer der Begründer der Hirnforschung vorgestellt und dabei gezeigt, dass ein guter Forscher nicht unbedingt zu einem einsamen Leben im Elfenbeinturm verdammt ist.
(Arte, 3.6.2011, 21:40 - 23:15 Uhr)

Zurück in die gute alte Filmzeit geht es am Samstag im Feature Es war einmal: Dolce Vita. Einst gehörte das römische Filmstudio Cinecittà zu den wichtigsten Drehorten der Welt, doch mittlerweile spielt es kaum eine Rolle mehr. Das Feature setzt der Filmstadt ein kleines Hördenkmal.
(Dradio Kultur, 4.6.2011, 18:05 - 19:00 Uhr)

Schnipp-schnapp. Ein ganzes Radiofeature ums Schneiden und Schnitte. Was ziemlich trivial klingt, erweist sich in Schnitt-Muster als umfangreiches Thema. Es gibt schließlich kaum einen Bereich des Lebens, bei dem nicht irgendwas geschnitten wird: vom Apfel bis zum Zwirn!
(DLF, 5.6.2011, 20:05 - 21:00 Uhr)

Wer übrigens unbedingt Resident Evil Teil 2 und 3 gucken will, der sollte auf die Termine am Samstag- und Sonntagabend verzichten und lieber die kombinierte Ausstrahlung Sonntagnacht nutzen. Wider Erwarten laufen die Filme da sogar chronologisch korrekt.
(Pro7, 6.5.2011, 0:05 - 1:40 und 1:40 - 3:10 Uhr)

Alle Termine sind als ics-Datei verfügbar: https://www.golem.de/guckt/GoGu_20110530.ics
Dauerlink: https://www.golem.de/guckt/GoGu.ics
(Hinweis: Die Aktualisierung des Dauerlinks erfolgt erst am 29.5.2011 gegen Mitternacht.)



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Weil die Privaten nachts das Testbild senden. Nur ist das inzwischen immer so laut...


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