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"Daimler-Kollegen gegen Stuttgart 21"

Warum wurde die Facebook-Gruppe gelöscht?

Mit Einschüchterungsversuchen einzelner Mitarbeiter soll Daimler auf einen Eintrag in einer Facebook-Gruppe reagiert haben. Das hat Golem.de aus Unternehmenskreisen erfahren. Eine inoffizielle Mitarbeiterzeitung fragt unterdessen, warum die ganze Gruppe gelöscht wurde statt nur ein als Beleidigung empfundener Beitrag.

Artikel veröffentlicht am ,
Daimler-Chef Dieter Zetsche
Daimler-Chef Dieter Zetsche (Bild: Getty Images/ Miguel Villagran)

Daimler soll bei den Personalgesprächen mit Beschäftigten, die zu der Facebook-Gruppe "Daimler-Kollegen gegen Stuttgart 21" gehörten, auf Einschüchterung gesetzt haben. Das hat Golem.de aus Unternehmenskreisen erfahren. Die Lotus-Notes-Benachrichtigung der Personalabteilung, die fünf Daimler-Mitarbeiter bekamen, stammte von der gleichen Adresse, "von der es sonst Entlassungen gibt", heißt es. Darin sei auch mit keinem Wort von einer Beleidigung die Rede gewesen. Zudem habe die Geschäftsführung gesagt, dass sie ein Rechtsgutachten zu der Facebook-Gruppe vorliegen habe. "Wenn das nicht einschüchternd wirkt, dann weiß ich auch nicht", sagte ein Mitarbeiter.

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Ein Konzernsprecher sagte Golem.de dagegen, Einschüchterungsversuche gegen die bei Facebook aktiven Mitarbeiter habe es bei den Gesprächen nicht gegeben.

Der Bericht über die Löschung der Facebook-Gruppe ist derzeit ein wichtiges Gesprächsthema bei Daimler in Stuttgart und in vielen Medien von Bild-Zeitung bis Spiegel. Auch Daimler äußerte sich im Firmenblog.

Eine andere Sicht gibt es hier: "Die Facebook-Gruppe entstand vor einem halben Jahr. Ende März wurde die Gruppe wohl gelöscht und die Kollegen wurden vorgeladen", hieß es heute in der Stoßstange, einer Zeitung, die vor den Daimler-Werken in Deutschland verteilt wird. Und weiter fragt die Zeitung, warum man die ganze Gruppe gelöscht habe, statt nur den als Beleidigung empfundenen einzelnen Beitrag.

Golem.de hatte am 23. Mai 2011 berichtet, dass der Automobilkonzern eine Facebook-Gruppe gegen Stuttgart 21 abschalten ließ und Arbeiter, die dort den Gefällt-mir-Button zu einem Beitrag über Daimler-Chef Dieter Zetsche gedrückt hatten, zum Gespräch mit der Personalabteilung einlud. Ein Sprecher des deutschen Automobilherstellers in Stuttgart-Untertürkheim hatte Golem.de den Vorgang bestätigt. Es sei dem Unternehmen aber um eine Beleidigung, nicht um Meinungsbekundungen zu Stuttgart 21 gegangen. In einem Beitrag in der Facebook-Gruppe zu dem umstrittenen Verkehrs- und Städtebauprojekt Stuttgart 21 wurden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) und Dieter Zetsche als "Spitze des Lügenpacks" bezeichnet.



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Kein Kostverächter 27. Mai 2011

Arthur hat es aber nur "verpennt", weil die einzige Information über das Bauvorhaben als...

Anonymer Nutzer 27. Mai 2011

Das hat nichts mit Roboter zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand. Wenn Du ein...

lottikarotti 27. Mai 2011

Wenn Rechtsradikale die schönsten Sportwagen bauen würden und ich einen schönen...

flasherle 27. Mai 2011

ja soieht es echt aus, das ganz ist alles irgendwie aus dem gleichgewicht geraten...

Daffi 27. Mai 2011

Was genau hat das jetzt mit dem Artikel zu tun? Oder musst du einfach mal eine...


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