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Branchenexperten: Explosion bei Foxconn wird Apple nicht lange aufhalten

Der schwere Unfall bei Foxconn in Chengdu wird sich nicht längerfristig auf die Produktion des iPad 2 von Apple auswirken, meinen Branchenexperten. Trotz drei Toten soll die Fertigung in dieser Woche wieder anlaufen.
/ Achim Sawall
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Foxconn-Arbeiterinnen in Longhua im Jahr 2010 (Bild: Bobby Yip / Reuters)
Foxconn-Arbeiterinnen in Longhua im Jahr 2010 Bild: Bobby Yip / Reuters

Die Explosion mit drei Toten und 15 Verletzten bei Foxconn in China wird sich nur kurzfristig auf das Produktionsvolumen des iPad 2 auswirken. Das berichtet die Branchenzeitung Digitimes(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf eigene Analysten. Apple werde den Ausfall in der Produktion wieder ausgleichen können. Die Fertigung bei Foxconn Chengdu steht nach einem schweren Unfall still. Die South China Morning Post(öffnet im neuen Fenster) aus Hongkong berichtete, dass die Produktion bei Foxconn-Chengdu noch in dieser Woche wieder anlaufen soll.

Auch in allen anderen Werken in China stoppte der taiwanische Auftragshersteller zeitweise das Polieren von Gehäusen, wie die Digitimes erfahren(öffnet im neuen Fenster) hat. Die Oberflächenbearbeitung führte wegen unzureichender Arbeitssicherheit zu einer starken Aluminiumstaubentwicklung in der Halle.

Foxconn und Regierungsbehörden in Sichuan haben zugegeben, dass brennbarer Staub den schweren Arbeitsunfall ausgelöst hat. Welche Art von Staub das Unglück verursacht hat, dazu wurden keine Angaben gemacht.

In den Werken in Chengdu im Südwesten Chinas wurden im April 2011 nur 25 bis 30 Prozent des iPad 2 produziert. Hauptsächlich findet die Produktion des Apple-Tablets im Foxconn-Werk in Shenzhen statt. Zu dem Unfall kam es am Freitag, dem 20. Mai 2011. Foxconn war zuvor von Experten eindringlich vor der Gefahr schwerer Arbeitsunfälle wegen der Aluminiumstaubentwicklung gewarnt worden.

Konkurrierende Tablet-Anbieter wie Acer könnten versuchen, mehr Touchpanels für die Fertigung eigener Produkte aufzukaufen, sagten die Digitimes-Analysten. Doch würden potenzielle iPad-Käufer eher Wartezeiten in Kauf nehmen, als sich für ein Konkurrenzprodukt zu entscheiden. Apple mache der Mangel an Arbeitskräften bei Foxconn in Chengdu mehr Probleme als der Produktionsausfall durch den Unfall.

Laut Angaben der Marktforscher von IHS ISuppli(öffnet im neuen Fenster) vom 23. Mai 2011 könnte der Produktionsausfall, je nach Dauer der Unterbrechung der Fertigung, bei bis zu 500.000 iPad 2 liegen.


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