Abo
  • Services:

Find-mich-Maschine

15 Millionen Googlemail-Adressen per Sitemap

Google macht es Spammern besonders leicht, E-Mail-Adressen von Googlemail-Konten zu sammeln. Dank etwa 7.000 Sitemaps à 5.000 Profilen und mit ein bisschen Spidermonkey-Scripting lassen sich rund 15 Millionen Adressen sammeln.

Artikel veröffentlicht am ,
Find-mich-Maschine: 15 Millionen Googlemail-Adressen per Sitemap
(Bild: Google)

Aus Google-Profilen lassen sich in vielen Fällen leicht die E-Mail-Adressen der jeweiligen Googlemail-Nutzer herauslesen. Alles, was ein Neugieriger braucht, ist die Profil-ID des Nutzers. Wie Matthijs R. Koot herausgefunden hat, macht es Google potenziellen Angreifern sehr leicht, an diese heranzukommen. Google hat schon vor Jahren begonnen, eine Sitemap der Profile anzulegen und E-Mail-Adressen damit zu verknüpfen. Auf der Webseite gstatic.com finden sich derzeit 7.103 Sitemaps in Textform. Stichprobenartig haben wir geschaut, ob zwischen der ersten und der 7.103. Sitemap weitere Sitemaps liegen. Eine Lücke konnten wir nicht entdecken.

Stellenmarkt
  1. Heitmann IT GmbH, Hamburg
  2. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Darmstadt

In jeder Zeile dieser Sitemaps finden sich Texteinträge in der Form https://profiles.google.com/[Profil-ID] - insgesamt 5.000 Stück pro Datei. Zunächst hat also jeder Zugriff auf 35 Millionen Profil-IDs. Diese allein sind noch kein Problem. Werden diese URLs aber aufgerufen, werden bei einem Teil der IDs die Nutzernamen und damit auch die E-Mail-Adressen sichtbar, wie Koot schreibt. Wird also beispielsweise profiles.google.com/12345 eingegeben, wird der Surfer manchmal auf profiles.google.com/ichbineinnutzer/about umgeleitet. Aus ichbineinnutzer ist leicht die E-Mail-Adresse rekonstruierbar.

Damit eine derartige Umleitung funktioniert, muss ein Besitzer eines Google-Profils erst einmal eine Einstellung in seinen Profiloptionen festlegen. Google warnt dabei den Nutzer, dass mit der Einstellung die E-Mail-Adresse auch sichtbar wird.

Tatsächlich wählen zahlreiche Nutzer diese Option. Laut Koot konnte er auf einfache Art und Weise rund 15 Millionen E-Mail-Adressen sammeln, indem er automatisiert die 35 Millionen Profile durchsucht hat. Rund 40 Prozent der Nutzer sind also für Spammer einsammelbar, was wir in Stichproben auch verifizieren konnten. Ob die Nutzer tatsächlich die E-Mail-Adresse benutzen, ist dabei nicht so relevant. Allein die große Anzahl macht die Adressen schon interessant.

Mitunter verraten die Nutzer auch weitere Informationen, wie beispielsweise ihre Position, ihre Meinung oder ihre Picasa-Alben. Koot stört sich in einem weiteren Blogpost vor allem daran, dass es so einfach ist, sämtliche Profile zu indizieren. Es gibt seitens Google keinen Schutz vor dem massenhaften Zugriff auf Profile, so dass er einen Monat lang ungestört sammeln konnte. Er verstößt nicht einmal gegen Regeln, denn Googles Robot.txt erlaubt ein solches Vorgehen, wie Koot schreibt.

Google wurde von Koot informiert. Er sei jetzt neugierig, welche Maßnahmen Google ergreifen wird, die das Auslesen von Nutzerdaten nicht so einfach machen, schreibt Koot. Dass im Web veröffentlichte E-Mail-Adressen von Spammern eingesammelt werden können, sollte allerdings niemanden überraschen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 39,98€ (Vergleichspreis ca. 72€)
  2. ab 519€ bei Alternate lieferbar
  3. (heute Samsung HT-J4500 5.1-Heimkino-System für 149€ statt 168,94€ im Vergleich)
  4. (Zugang für die ganze Familie!)

windowsverabsch... 27. Mai 2011

Ihr Google-Jünger seid schon eine ganz besondere Schafherde ;-)

Trollfeeder 27. Mai 2011

Also mit 10Minute Mail gehts meist problemlos, ok man sollte nicht zu lange für die...

Pantoffel 26. Mai 2011

Als ich vor über 3 Jahren mit nem Crawler gespielt habe, is mir das auch schon...

elgooG 26. Mai 2011

Natürlich geht das völlig offensichtlich aus deinem Post hervor. Neben der umfangreichen...

Autor-Free 26. Mai 2011

Da hat sich jemand bei Google sehr beeilen müssen: Man beachte den 404-Title Drei...


Folgen Sie uns
       


Forza Horizon 4 - Golem.de Live (Teil 2)

In Teil 2 unseres Livestreams erkunden wir die offene Welt und tunen einen Audio RS 4.

Forza Horizon 4 - Golem.de Live (Teil 2) Video aufrufen
Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen
  2. Nach Milliardenstrafe Google will Android-Verträge offenbar anpassen
  3. Google Android Studio 3.2 unterstützt Android 9 und App Bundles

Künstliche Intelligenz: Wie Computer lernen
Künstliche Intelligenz
Wie Computer lernen

Künstliche Intelligenz, Machine Learning und neuronale Netze zählen zu den wichtigen Buzzwords dieses Jahres. Oft wird der Eindruck vermittelt, dass Computer bald wie Menschen denken können. Allerdings wird bei dem Thema viel durcheinandergeworfen. Wir sortieren.
Von Miroslav Stimac

  1. Innotrans KI-System identifiziert Schwarzfahrer
  2. USA Pentagon fordert KI-Strategie fürs Militär
  3. KI Deepmind-System diagnostiziert Augenkrankheiten

Probefahrt mit Tesla Model 3: Wie auf Schienen übers Golden Gate
Probefahrt mit Tesla Model 3
Wie auf Schienen übers Golden Gate

Die Produktion des Tesla Model 3 für den europäischen Markt wird gerade vorbereitet. Golem.de hat einen Tag in und um San Francisco getestet, was Käufer von dem Elektroauto erwarten können.
Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

  1. 1.000 Autos pro Tag Tesla baut das hunderttausendste Model 3
  2. Goodwood Festival of Speed Tesla bringt Model 3 erstmals offiziell nach Europa
  3. Elektroauto Produktionsziel des Tesla Model 3 erreicht

    •  /