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Bemannter Raumflug

Nasa gibt Fahrzeug für Weltraummissionen in Auftrag

Lockheed Martin wird für die Nasa eine Raumkapsel für bemannte Raummissionen entwickeln. Mit dem Raumfahrzeug sollen Menschen in etwa 25 Jahren zum Mars fliegen können.

Artikel veröffentlicht am ,
Mit dem MPCV sollen Menschen zum Mars fliegen
Mit dem MPCV sollen Menschen zum Mars fliegen (Bild: Nasa)

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat die Entwicklung eines Raumfahrzeugs für bemannte Raumflüge, eines Multi-Purpose Crew Vehicle (MPCV), bekanntgegeben. Damit sollen Astronauten zu einem Asteroiden und später zum Mars fliegen können.

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Mit dem MPCV kehrt die Nasa zurück zum Konzept des Apollo-Programms: Das MPCV besteht aus einem konischen Modul für die Mannschaft und einem Servicemodul, die zusammen mit einer Rakete ins All geschossen werden. Das Servicemodul enthält neben einem Antrieb auch Systeme zur Erzeugung und Speicherung von Strom, sowie Tanks für Wasser, Sauerstoff und Stickstoff. Es wird vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre abgetrennt. Am Ende wird das Mannschaftsmodul an Fallschirmen zur Erde zurückkehren und im Pazifik wassern.

Das MPCV basiert auf dem Raumfahrzeug Orion Crew Exploration Vehicle, das vom US-Luft- und Raumfahrtkonzern Lockheed Martin entwickelt wird. Ein Modell des Orion in Originalgröße existiert sogar schon.

Vorstoß in den Deep Space

Da das neue Raumfahrzeug für Flüge in den fernen Weltraum (Deep Space) vorgesehen ist, wird es deutlich größer ausfallen als die alten Mondfahrzeuge. Das MPCV hat an seiner Basis einen Durchmesser von 5 Meter und ein Gewicht von 23 Tonnen. Das Volumen beträgt 20 Kubikmeter, von denen 9 Kubikmeter bewohnbar sind. In der Kapsel werden vier Astronauten Platz finden, die damit bis zu drei Wochen im Weltraum unterwegs sein können. Für längere Flüge, wie etwa zum Mars, wird das MPCV voraussichtlich durch ein Wohnmodul ergänzt.

Außer für Vorstöße in den Deep Space kann das MPCV auch für Flüge in erdnahen Umlaufbahnen (Low Earth Orbit, Leo), etwa zur Internationalen Raumstation (ISS), eingesetzt werden. Für regelmäßige Versorgungsflüge zur ISS sollen allerdings private Unternehmen Raumfähren entwickeln, die die Spaceshuttles ersetzen sollen.

Mars statt Mond

Orion war Teil des 2004 vom ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush verkündeten Constellation-Programms. In dessen Rahmen wollten die USA bis 2020 wieder zum Mond fliegen. Im Frühjahr des Jahres 2010 stoppte US-Präsident Barack Obama das Mondprogramm seines Vorgängers und gab ein neues, ehrgeizigeres Ziel bekannt: 2025 soll ein bemanntes Raumfahrzeug auf einem Asteroiden landen. Zehn Jahre später sollen die Menschen erstmals zum Mars fliegen.

Mit dem Ende des Constellation-Programms wurde auch die Entwicklung der Trägerrakete Ares eingestellt. Das MPCV soll deshalb eine neue schwere Trägerrakete ins All transportieren, das Space Launch System (SLS).

Raketen statt Fähre

Die Rückkehr zu dem Raketenkonzept begründet die Nasa unter anderem mit mehr Sicherheit. MPCV sei sowohl beim Steigflug als auch beim Wiedereintritt sicherer als das Spaceshuttle. Ein wichtiger Faktor ist das Rettungssystem (Launch Abort System, LAS), das die Mannschaftskapsel im Falle eines Unfalls von der Trägerrakete wegkatapultieren soll. Einer der beiden Spaceshuttle-Unfälle war eine Explosion der Raumfähre gut eine Minute nach dem Start.



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antares 08. Jul 2011

"In A Mirror Darkly" - das wäre schon realistischer :-D

madMatt 26. Mai 2011

Ganz genau. Es kotzt mich auch jedes mal an, dass sämtliche Projekte die angekündigt...


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