Abo
  • Services:

Piratenpartei

Server-Beschlagnahmung war vorauseilender Gehorsam

Bei der Beschlagnahmung der Serverfestplatten der Piratenpartei am 20. Mai 2011 lag den deutschen Gerichten kein Rechtshilfeersuchen der französischen Justiz vor. Die Piratenpartei hat Beschwerde eingelegt.

Artikel veröffentlicht am ,
Infostand in der Dortmunder Fussgängerzone
Infostand in der Dortmunder Fussgängerzone (Bild: Piratenpartei CC Namensnennung 2.0)

Eine Polizeiaktion gegen die Piratenpartei wegen einer Distributed-Denial-of-Service-Attacke in Frankreich am letzten Freitag erfolgte ohne ein offizielles Rechtshilfeersuchen aus dem Lande. Der Strafverteidiger Udo Vetter twitterte: "Vorauseilender Gehorsam deutscher Gerichte gegenüber der französischen Justiz."

Stellenmarkt
  1. AKKA Deutschland GmbH, München
  2. BWI GmbH, München, Rheinbach

In dem Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Darmstadt vom 19. Mai 2011, der im Internet aufgetaucht ist, steht, dass die französischen Behörden die Übermittlung eines Rechtshilfeersuchens lediglich angekündigt hatten. Der Hoster der Piraten, das Unternehmen Aixit aus Offenbach, hat Golem.de die Echtheit des Dokuments bestätigt.

"Letzten Freitag wurden die Server der Piratenpartei durch das Bundeskriminalamt ausgeschaltet, um an ein öffentlich zugängliches Dokument sowie weitere Daten zu gelangen. Gegen diese Maßnahme hat die Piratenpartei nun Beschwerde beim Amtsgericht Darmstadt eingelegt", erklärte ein Sprecher der Piratenpartei. Durch die Beschlagnahmung sei die Arbeit von Piraten und anderen Menschen massiv behindert worden. Betroffen waren die Organisatoren der sozialen Proteste in Spanien am Wochenende, die Demokratiebewegung in Tunesien und sogar der Dresdner Kirchentag, da all diese das frei zugängliche Piratenpad nutzten. Piratenpad ist ein freier Etherpad-Server, der das gemeinsame Bearbeiten von Text im Browser in Echtzeit erlaubt.

Offizieller Anlass für die Beschlagnahmungsaktion war die sogenannte Operation Greenrights, bei der die Aktivisten von Anonymous am 18. April 2011 eine Distributed-Denial-of-Service-Attacke gegen die Webpräsenz des französischen Energiekonzerns Électricité de France (EDF) organisiert hatten. Den Ermittlern sei es laut Durchsuchungsbeschluss darum gegangen, über die Logdateien Informationen über die Täter zu erhalten.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 12,49€
  2. 39,99€ (Release 14.11.)
  3. 4,99€
  4. (-50%) 4,99€

redwolf 26. Mai 2011

Das gilt für alle anderen Säulen auch. Macht korrumpiert. Hier war aber einfach...

antares 26. Mai 2011

Schön für dich - die etherpad instanz der PP liegt aber in einer VM - damit hätte es gar...

antares 26. Mai 2011

ich finds ja lustig, wie die Golemianer immer wieder auf einen offensichtlichen...

antares 26. Mai 2011

Aber dieser Eckard führt als Begründung für seinen Beschluss das gegenteil an. Ich hoffe...

Co0n 26. Mai 2011

vor allem dass so ein Verfahren Monate wenn nicht gar Jahre dauert scheint auch niemanden...


Folgen Sie uns
       


Huawei Mate 20 Pro - Hands on

Huaweis neues Mate 20 Pro hat eine neue Dreifachkamera, die zusätzlich zum Weitwinkel- und Teleobjektiv jetzt noch ein Ultraweitwinkelobjektiv bietet. In einem ersten Kurztest macht das neue Smartphone einen guten Eindruck.

Huawei Mate 20 Pro - Hands on Video aufrufen
Battlefield 5 im Test: Klasse Kämpfe unter Freunden
Battlefield 5 im Test
Klasse Kämpfe unter Freunden

Umgebungen und Szenario erinnern an frühere Serienteile, das Sammeln von Ausrüstung motiviert langfristig, viele Gebiete sind zerstörbar: Battlefield 5 setzt auf Multiplayermatches für erfahrene Squads. Wer lange genug kämpft, findet schon vor der Erweiterung Firestorm ein bisschen Battle Royale.

  1. Dice Raytracing-Systemanforderungen für Battlefield 5 erschienen
  2. Dice Zusatzinhalte für Battlefield 5 vorgestellt
  3. Battle Royale Battlefield 5 schickt 64 Spieler in Feuerring

Mobile-Games-Auslese: Tinder auf dem Eisernen Thron - für unterwegs
Mobile-Games-Auslese
Tinder auf dem Eisernen Thron - für unterwegs

Fantasy-Fanservice mit dem gelungenen Reigns - Game of Thrones, Musikpuzzles in Eloh und Gehirnjogging in Euclidean Skies: Die neuen Mobile Games für iOS und Android bieten Spaß für jeden Geschmack.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile Gaming Microsoft Research stellt Gamepads für das Smartphone vor
  2. Mobile-Games-Auslese Bezahlbare Drachen und dicke Bären
  3. Mobile-Games-Auslese Städtebau und Lebenssimulation für unterwegs

Remote Code Execution: Die löchrige Webseite des TÜV Süd
Remote Code Execution
Die löchrige Webseite des TÜV Süd

Der TÜV Süd vergibt Siegel für sichere Webseiten - und tut sich gleichzeitig enorm schwer damit, seine eigene Webseite abzusichern. Jetzt fand sich dort sogar eine Remote-Code-Execution-Lücke, die der TÜV erst im zweiten Anlauf behoben hat.
Ein Bericht von Hanno Böck

  1. Websicherheit Onlineshops mit nutzlosem TÜV-Siegel

    •  /