Mach 3

Roboter hält sich durch Unterdruck an der Wand

Wissenschaftler aus Neuseeland haben einen Roboter konstruiert, der eine Wand hochklettern oder unter der Decke fahren kann. Er hält sich mit zwei Greifern, die einen Unterdruck erzeugen, fest.

Artikel veröffentlicht am ,
Unterdruck hält den Roboter an der Wand
Unterdruck hält den Roboter an der Wand (Bild: Screenshot)

Es gibt verschiedene Techniken, um Roboter eine Wand hochklettern zu lassen: Ein in den USA entwickelter Roboter etwa hält sich mit Hilfe von Elektroadhäsion an einer senkrechten Fläche. Die Räder des Magnetic Crawler des DFKI in Bremen sind mit Magneten besetzt, mit denen er an senkrechten Flächen aus Metall, etwa an Schiffswänden, entlangfahren kann. Der Stickybot hat Füße wie ein Gecko.

Zwei Räder, zwei NCAPs

Stellenmarkt
  1. Projektleiter Entwicklung Infotainment (m/w/d)
    Hays AG, Wolfsburg
  2. IT-Consultant (m/w/d) ECM/DMS
    Tönnies Business Solutions GmbH, Rheda-Wiedenbrück
Detailsuche

Wissenschaftler von der Universität im neuseeländischen Canterbury haben einen Roboter entwickelt, der sich mit Unterdruck an einer senkrechten Fläche festhält, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum. Non-Contact Adhesive Pad (NCAP, etwa: kontaktloser Haftballen) nennen die Wissenschaftler den Greifer. Der Roboter ist nichts anderes als ein längliches Chassis, an dem vorne und hinten je ein NCAP sitzt. In der Mitte befinden sich zwei Räder, mit denen sich der Roboter fortbewegt.

Die Greifer, die für den Halt sorgen, machen sich das Gesetz von Bernoulli zunutze: Danach sinkt der Druck in einer Flüssigkeit, je schneller diese fließt. In der Mitte des NCAP befindet sich eine kleine Düse, durch die Luft gepumpt wird - die Luft verhält sich in diesem Fall wie eine Flüssigkeit.

Dreifache Schallgeschwindigkeit

Die Luft schießt mit dreifacher Schallgeschwindigkeit durch einen 25 Mikrometer breiten Spalt an der Unterseite des NCAP und strömt unter dem Rand des runden Greifers hervor. So entsteht ein Unterdruck, der groß genug ist, um den Roboter an einer senkrechten Fläche festzuhalten.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Auf diese Weise kann der Roboter eine Wand hoch- oder sogar unter der Decke fahren. Die Struktur von deren Oberfläche spielt keine Rolle: Er fährt über glatte Oberflächen aus Metall oder Glas genauso wie über Wände mit Fugen oder über eine Tür mit einem Spalt darin.

Roboter für die Inspektion

Den Roboter, der zum Beispiel für die Inspektion in Industrieanlagen eingesetzt werden kann, haben die Forscher aus Neuseeland kürzlich auf der International Conference on Robotics and Automation (Icra) in Schanghai vorgestellt. Die NCAPs sollen in wenigen Monaten als Produkt erhältlich sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elon Musk
Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad

Elon Musk hat klargestellt, dass es für das Model S und das Model X kein normales Lenkrad mehr geben wird. Das D-förmige Lenkrad ist Pflicht.

Elon Musk: Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad
Artikel
  1. Loongson 3A5000: Chinesische Quadcore-CPU mit eigenem Befehlssatz
    Loongson 3A5000
    Chinesische Quadcore-CPU mit eigenem Befehlssatz

    50 Prozent schneller als der Vorgänger-Chip und dabei sparsamer: Der 3A5000 mit LoongArch-Technik stellt einen wichtigen Umbruch dar.

  2. Probefahrt mit EQS: Mercedes schüttelt Tesla ab, aber nicht die Klimakrise
    Probefahrt mit EQS
    Mercedes schüttelt Tesla ab, aber nicht die Klimakrise

    Der neue EQS von Mercedes-Benz widerlegt die Argumente vieler Elektroauto-Gegner. Auch die Komforttüren gefallen uns.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  3. Förderprogramm: Bund will Fachkräfte für Akkuindustrie ausbilden lassen
    Förderprogramm
    Bund will Fachkräfte für Akkuindustrie ausbilden lassen

    Die Aus- und Weiterbildung für Fachleute im Bereich Akkuproduktion und -entwicklung wird mit 40 Millionen Euro aus der Staatskasse gefördert.

Tantalus 26. Mai 2011

Welchen Teil von "kontaktlos" hast Du nicht verstanden? Gruß Tantalus

404_NOT_FOUND 26. Mai 2011

Vielen Dank für die tolle Erleuchtung! Wie es richtig heißt, weißt du aber auch nicht...



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • 30% Rabatt auf Amazon Warehouse • ASUS TUF VG279QM 280 Hz 306,22€ • Fractal Design Meshify C Mini 69,90€ • Acer Nitro XF243Y 165Hz OC ab 169€ • Samsung C24RG54FQR 125€ • EA-Promo bei Gamesplanet • Alternate (u. a. Fractal Design Define S2 106,89€) • Roccat Horde Aimo 49€ [Werbung]
    •  /