Handy-Universalladegerät

UN-Organisation ITU bekämpft europäischen Standard

Das UN-Standardisierungsgremium ITU lehnt das im Februar 2011 von der EU vorgestellte universelle Ladegerät für Mobiltelefone ab. Es sei "nachträglich und ohne Abstimmung mit der ITU entwickelt" worden. Die ITU bewirbt ihr eigenes Standardnetzteil - das sich von dem der EU kaum unterscheidet.

Artikel veröffentlicht am ,
ITU-Chef Hamadoun Touré
ITU-Chef Hamadoun Touré (Bild: AFP/Getty Images Fabrice Coffrini)

Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) hat den Standard der EU für ein Handy-Universalladegerät kritisiert. Die UN-Organisation bewirbt dagegen ihr eigenes universelles Micro-USB-Ladegerät für mobile Endgeräte.

Inhalt:
  1. Handy-Universalladegerät: UN-Organisation ITU bekämpft europäischen Standard
  2. Welcher Standard ist besser?
  3. Wann liefern die Hersteller?

ITU-Sprecher Toby Johnson sagte Golem.de auf Anfrage: "Der ITU-Standard passt für alle Mobiltelefone, während der EU-Standard nur datenfähige Handys unterstützt, was nur 25 Prozent des Marktes ausmacht, der ITU-Standard ist global und nicht rein europäisch. Dies, kombiniert mit einem standardisierten Endstecker und einem abnehmbaren Kabel, erlaubt Konnektivität zu einem weitaus breiteren Spektrum von Handheldgeräten als der EU-Standard. Der ITU-Standard minimiert gegenüber dem der EU zudem den Energieverbrauch und den elektronischen Müll."

Johnson weiter: "Die ITU ermutigt alle Branchenunternehmen, diesen Standard zu unterstützen, und wendet sich gegen parallele Entwicklungen. Die EU-Norm wurde nachträglich und ohne Abstimmung mit der ITU entwickelt. Firmen wie Telecom Italia, France Télécom-Orange, China Academy of Telecommunication Research (CATR), Research In Motion, Swisscom, Belgacom, AT&T, Telefónica, TDC, Huawei, Telia Sonera und A1 Telekom Austria haben sich bereits auf den Standard verpflichtet."

Dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Antonio Tajani, war am 8. Februar 2011 von Bridget Cosgrave, der Chefin des europäischen Digitaltechnik-Industrie-Verbands Digitaleurope, ein kompatibles Ladegerät überreicht worden. Das universelle Micro-USB-Ladegerät für Mobiltelefone, die am Computer angeschlossen werden können, war im Juni 2009 vom deutschen IT-Branchenverband Bitkom ankündigt worden.

Stellenmarkt
  1. Head of ML Operations (m/f/x)
    UnternehmerTUM GmbH, München
  2. Java-Entwickler*in
    Atruvia AG, Karlsruhe, München, Münster
Detailsuche

Die ITU hatte ihr Universal Charging Solution schon im Oktober 2009 für alle Mobiltelefone weltweit zugelassen. Am 11. Mai 2011 wurde der Standard für weitere Endgeräte aktualisiert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Welcher Standard ist besser? 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


kevla 27. Mai 2011

reiß dich mal zusammen, junge. du wurdest doch gestern schon von irgendwem auseinander...

Amduscias 26. Mai 2011

IT-News für Profis und dann nicht wissen, wer und was die ITU ist.. armes Deutschland...

Lala Satalin... 26. Mai 2011

...die keine Ladegeräte mehr bei Geräten dabei packen. Das ist ja auch nicht schlimm...

Bouncy 25. Mai 2011

Ich schätze mal es ist nicht einfach die vielen Anforderungen bei so einer Größe unter...

POKE 59458,62 25. Mai 2011

Und alles davon kann Apple seperat für zuviel Geld verkaufen. :D



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
In-Ears
Apple stellt Airpods 3 vor

Apple hat auf seinem Event die Airpods 3 vorgestellt, die den Airpods 3 Pro sehr ähnlich sehen - allerdings ohne Geräuschunterdrückung.

In-Ears: Apple stellt Airpods 3 vor
Artikel
  1. 5 US-Dollar: Apple bietet günstigeres Music-Abo an
    5 US-Dollar
    Apple bietet günstigeres Music-Abo an

    Apple hat ein preiswerteres Apple-Music-Abo angekündigt, das aber nur mit dem Sprachassistenten Siri gesteuert werden kann.

  2. Transatel: Bundesnetzagentur zwingt Telefónica zu Verhandlungen
    Transatel
    Bundesnetzagentur zwingt Telefónica zu Verhandlungen

    Telefónica darf einen Mobilfunkprovider (MVNO) aus Frankreich nicht behindern.

  3. Irische Datenschutzbehörde: Max Schrems soll Dokument von seiner Webseite nehmen
    Irische Datenschutzbehörde
    Max Schrems soll Dokument von seiner Webseite nehmen

    Mit einem Trick umgeht Facebook die DSGVO. Die irische Datenschutzbehörde findet das okay, möchte aber nicht, dass Noyb dies öffentlich macht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 360€ auf Gaming-Monitore & bis zu 22% auf Be Quiet • LG-TVs & Monitore zu Bestpreisen (u. a. Ultragear 34" Curved FHD 144Hz 359€) • Bosch-Werkzeug günstiger • Dell-Monitore günstiger • Horror-Filme reduziert • MwSt-Aktion bei MM: Rabatte auf viele Produkte [Werbung]
    •  /