Abo
  • Services:

Imaginary Phone

Die Hand wird zum Touchscreen

Drei Entwickler aus Potsdam haben ein System ersonnen, um ein iPhone oder ein anderes Smartphone zu bedienen, ohne das Gerät aus der Tasche holen zu müssen: Der Nutzer macht die Gesten in der Hand. Diese werden von einer Kamera aufgefangen und in Steuerbefehle umgesetzt.

Artikel veröffentlicht am ,
Imaginary Phone: Die Hand als Touchscreen
Imaginary Phone: Die Hand als Touchscreen (Bild: Screenshot)

Während die einen noch auf dem Touchscreen eines Smartphones herumwischen, sind Sean Gustafson, Christian Holz und Patrick Baudisch vom Hasso-Plattner-Institut in Potsdam schon einen Schritt weiter: Sie tippen und wischen auf ihrer Handfläche, um das Smartphone zu bedienen.

Stellenmarkt
  1. Bayerische Versorgungskammer, München
  2. Techniker Krankenkasse, Hamburg

Imaginary Phone heißt das System. Es besteht aus einer kleinen Kamera, die die Gesten, die der Nutzer in seiner Handfläche macht, aufnimmt.

Bei der Kamera handelt es sich um eine 3D-Kamera, auch Tiefenbildkamera oder Time-of-Flight-Kamera genannt. Diese sendet ein für das menschliche Auge nicht sichtbares Infrarotmuster aus, das reflektiert und von einem Sensor aufgefangen wird. Daraus wird berechnet, wo sich gerade der Finger des Nutzers befindet. Die Daten werden an einen Computer geschickt, der daraus Steuerbefehle errechnet und diese an das Smartphone sendet.

Die Gesten sind dabei die gleichen wie beim Smartphone auch. Nach Angaben der Entwickler soll es dabei möglich sein, das Gerät ganz normal zu bedienen. Dazu muss der Nutzer allerdings das Bildschirmlayout des Gerätes genau im Kopf haben. Das scheint indes kein Problem zu sein. Die drei sprachen in ihrem Institut eine Reihe von iPhone-Nutzern an und stellten fest, dass gut zwei Drittel die Mehrheit ihrer Lieblings-Apps über das unsichtbare Display aufrufen konnten, sagte Baudisch dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist.

Für den Prototyp nutzen die drei Entwickler noch eine etwa klobige Kamera, die der Nutzer auf dem Kopf trägt. Künftig könne diese jedoch so klein ausfallen, dass sie in die Kleidung integriert werden könne, so Baudisch. Diese kann dann auch für andere Anwendungen genutzt werden. Gustafson etwa überlegt, wie sich mit dieser Technik eine Fernbedienung für den Fernseher realisieren lässt.



Anzeige
Hardware-Angebote

Endwickler 25. Mai 2011

Ich nehme an, dass google auch dafür sein wird. So lässt sich streetview durch livebilder...

badman76 25. Mai 2011

Also ich brauche eine Cam, die die Bewegungen meiner Hände aufzeichnet, dann einen...

brill 24. Mai 2011

Um die handylose Handybedienung zu perfektionieren fehlen allerdings noch ein paar...

ichbinsmalwieder 24. Mai 2011

Statt mit einer Hand gleichzeitig das Handy zu halten und mit dem Daumen zu wischen...


Folgen Sie uns
       


AMD Athlon 200GE - Test

Der Athlon 200GE ist ein 55 Euro günstiger Chip für den Sockel AM4. Er konkurriert daher mit Intels Celeron G4900 und Pentium G5400. Dank zwei Kernen mit SMT und 3,2 GHz sowie einer Vega-3-Grafikeinheit schlägt er beide Prozessoren in CPU-Benchmarks und ist schneller in Spielen, wenn diese auf der iGPU laufen.

AMD Athlon 200GE - Test Video aufrufen
Agilität: Wenn alle bestimmen, wo es langgeht
Agilität
Wenn alle bestimmen, wo es langgeht

Agiles Arbeiten ist, als ob viele Menschen gemeinsam ein Auto fahren. Aber wie soll das gehen und endet das nicht im Riesenchaos?
Von Marvin Engel

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
  3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

Geforce RTX 2070 im Test: Diese Turing-Karte ist ihr Geld wert
Geforce RTX 2070 im Test
Diese Turing-Karte ist ihr Geld wert

Die Geforce RTX 2070 ist die günstigste oder eher am wenigsten teure Turing-Grafikkarte von Nvidia. Sie ist schneller und sparsamer als eine Geforce GTX 1080 oder Vega 64 und kostet je nach Modell fast genauso viel. Wir haben zwei Geforce-RTX-2070-Varianten von Asus und MSI getestet.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Turing-Grafikkarten Geforce RTX werden sparsamer bei multiplen Displays
  2. Turing-Grafikkarten Nvidias Founder's Editions gehen offenbar reihenweise kaputt
  3. Nvidia Turing Geforce RTX sollen Adobe Dimension beschleunigen

Remote Code Execution: Die löchrige Webseite des TÜV Süd
Remote Code Execution
Die löchrige Webseite des TÜV Süd

Der TÜV Süd vergibt Siegel für sichere Webseiten - und tut sich gleichzeitig enorm schwer damit, seine eigene Webseite abzusichern. Jetzt fand sich dort sogar eine Remote-Code-Execution-Lücke, die der TÜV erst im zweiten Anlauf behoben hat.
Ein Bericht von Hanno Böck

  1. Websicherheit Onlineshops mit nutzlosem TÜV-Siegel

    •  /