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Sonys nicht endender Alptraum

Auch in Japan, in Indonesien und Griechenland sind nun Sony-Webseiten gehackt worden. Die Hacker haben dabei auch Kundendaten veröffentlicht.

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Auszug aus der Nutzerdatenbank von Sony BMG Griechenland
Auszug aus der Nutzerdatenbank von Sony BMG Griechenland (Bild: Sophos/Golem.de)

Am schlimmsten hat es Sony BMG in Griechenland getroffen, hier wurde nicht nur die Webseite entstellt (defaced), sondern auch Daten von 8.385 Nutzern veröffentlicht. Für den mittels SQL-Injection ausgeführten Hack zeichnet der Hacker b4d_vipera verantwortlich, der die gesammelten Daten auf Pastebin veröffentlichte. Der Link funktioniert nicht mehr, laut The Hacker News waren aber die Nutzernamen, Realnamen und E-Mail-Adressen darin zu finden.

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Im Naked-Security-Blog von Sophos vermutet Sicherheitsexperte Chester Wisniewski, dass bei dem Angriff lediglich automatisiert nach ausnutzbaren Schwachstellen gesucht wurde. "Es würde deutlich weniger kosten, sorgfältige Einbruchstests durchzuführen, als den Vertrauensverlust, Geldstrafen und Ansehensverlust zu erleiden, zu dem solche Vorfälle führten", schreibt Wisniewski. Bei Unternehmen von der Größe von Sony sei es aber trotzdem nahezu unmöglich, eine komplett sichere Webpräsenz zu betreiben.

Auch in anderen Ländern wurden in dieser Woche Sony-Webseiten von Hackern angegriffen. Lulzsec hat eine Datenbank der japanischen Sony-Music-Website auf Pastebin veröffentlicht, gelangte ebenfalls mittels SQL-Injection daran, und ein anderer Hacker hat Sony Music Indonesia entstellt, die Website wurde dann vom Unternehmen erstmal vom Netz genommen. Bereits in der vergangenen Woche wurde auf einem Webserver von Sony Thailand eine eingeschmuggelte Phishing-Webseite entdeckt.

Bereits der im April 2011 erfolgte PSN-Hack und der zeitgleich ausgeführte Hack von Sony Online Entertainment (SOE) haben Sony viele negative Schlagzeilen und Kritik seitens der Kunden eingebracht - nicht nur weil persönliche Daten und womöglich auch Kreditkartennummern oder Kontodaten ausgespäht wurden, sondern auch weil die Kunden erst fast eine Woche warten mussten, bevor Sony genau sagen konnte, was passiert ist. Im Anschluss gab es dann beim PSN noch ein weiteres Problem, denn Hacker konnten die wiederhergestellten PSN-Accounts durch einen URL-Exploit kapern - was auch bei einem Golem.de-Redaktionsmitglied passierte.

Der Konzern hat seinen Kunden aber Wiedergutmachung und Hilfe bei Problemen durch Identitätsdiebstahl versprochen. Ein Teil der deutschen PSN-Kunden ist mit dem "Willkommen-Zurück"-Paket aber nicht zufrieden, da sie im Gegensatz etwa zu US-Nutzern ihrer Meinung nach das weniger attraktive Wiedergutmachungspaket erhalten.

Wisniewski sieht in den Hacks auch eine Chance für den japanischen Konzern: "[...] Sony könnte letztlich eines der sichersten Webassets im Netz werden", so der Sicherheitsberater zynisch im Sophos-Blog.



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AndyGER 25. Mai 2011

Das Problem dabei ist nur, dass sich hier ein Haufen Anarchisten als Richter und Henker...

wirr 25. Mai 2011

Das glaub ich nicht unbedingt. Sony hätte das mit Sicherheit unter den Tisch kehren...

GodsBoss 25. Mai 2011

Auch wenn man die SQL-Statements direkt schreibt, kann man Prepared Statements...

Anonymouse 24. Mai 2011

Was habe ich geschrieben? Aber war wahrscheinlich schon wieder zu anstrengend...

Baron Münchhausen. 24. Mai 2011

SQL Injection ist eine der wenigen Dinge, die man 100% vermeiden kann, wenn nicht einer...


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