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Streetside: Microsoft fotografiert Deutschland

Microsoft lässt über 50 deutsche Städte für das Angebot Bing Maps Streetside fotografieren. Den Anfang macht der Süden: Ab heute sind die Fotofahrzeuge in Bayern unterwegs.
/ Werner Pluta
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Ab heute in Bayern unterwegs: Kamerauto von Navteq (Bild: Navteq)
Ab heute in Bayern unterwegs: Kamerauto von Navteq Bild: Navteq

Microsoft beginnt am heutigen Montag mit den Kamerafahrten für das Angebot Bing Maps Streetside. Start ist in Bayern, genauer in der Region Nürnberg, Fürth, Erlangen. Folgen sollen Augsburg und die Landeshauptstadt München. Der Norden steht fürs Erste nicht auf dem Plan(öffnet im neuen Fenster) .

Technische Schwierigkeiten

Ursprünglich war der Start der Fotofahrzeuge für Anfang des Monats geplant . Allerdings gab es Schwierigkeiten bei der technischen Ausstattung der Kamerafahrzeuge, die zu einer Verzögerung führten. Das US-Geodatenunternehmen Navteq rüstet die Fahrzeuge mit verschiedenen Kameras und Messinstrumenten zur Positionserfassung aus.

Zusätzlich zu Fotos und Ortsdaten werden die Autos auch Daten über WLANs sammeln. Diese sollen laut Microsoft(öffnet im neuen Fenster) "zur Verbesserung der Dienste, die Geolokalisierung einsetzen" , dienen. Die Fahrzeuge erfassen dabei MAC-Adresse, Signalstärke und Funktyp des WLAN. Konkurrent Google hatte bei seinen Fotofahrten im vergangenen Jahr Daten aufgezeichnet , die über die WLANs übertragen wurden.

Kein Widerspruch vorab

Anders als Google räumt Microsoft Bewohnern nicht die Möglichkeit ein, vorab gegen die Veröffentlichung ihres Hauses Widerspruch einzulegen. Das Unternehmen hält sich nach eigenen Angaben an den Datenschutzkodex für Geodatendienste(öffnet im neuen Fenster) , den Unternehmen der Geodatenbranche und der Verband Bitkom zusammen ausgearbeitet haben. Der sieht nur vor, dass Betroffene im Nachhinein verlangen können, dass bestimmte Inhalte aus dem Angebot entfernt werden.

Microsoft sagte zu, "Bilder, auf denen Gesichter oder Personen, Wohnhäuser, Autos, Gewalttaten, nackte Menschen und Gesetzeswidrigkeiten zu sehen sind, unkenntlich" zu machen oder zu entfernen. Das solle vorab geschehen, erklärte Microsoft-Sprecher Thomas Baumgärtner im April im Gespräch mit Golem.de . Des Weiteren könnten "Anfragen auf Unkenntlichmachung" gestellt werden, die "auf natürliche Personen und ihre persönliche Privatsphäre beschränkt" sind, heißt es auf der Streetside-Website. Über jede Anfrage werde individuell entschieden.

Online noch in diesem Jahr

Ähnlich wie Street View wird auch Streetside Nutzern virtuelle Rundgänge durch Städte ermöglichen. Insgesamt will Microsoft über 50 Städte fotografieren. Die ersten Straßenansichten sollen im Sommer oder Herbst 2011 online sein.


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