Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Unfall: Explosion tötet drei Arbeiter bei Foxconn

Bei einem Arbeitsunfall in China sind drei Menschen getötet und 15 verletzt worden. Foxconn macht keine Angaben dazu, was in der Halle produziert wurde. Apple hat aber seine "tiefe Betroffenheit" bekundet.
/ Achim Sawall
146 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Feuerwehr bei Foxconn in Chengdu am Unfalltag. (Bild: Reuters/CCTV)
Feuerwehr bei Foxconn in Chengdu am Unfalltag. Bild: Reuters/CCTV

Bei einer Explosion in einem Foxconn-Werk in Chengdu sind drei Arbeiter getötet und 15 verletzt worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Edmund Ding, einen Sprecher des taiwanischen Auftragsherstellers. Zu dem Unfall kam es am Freitag, dem 20. Mai 2011. Sechs der Verletzten seien im Krankenhaus behandelt und bereits wieder entlassen worden, sagte Ding. Die Explosion sei so stark gewesen, dass die gesamte Fabrikhalle gewackelt habe, sagte ein Augenzeuge zu einem Reporter des staatlichen Fernsehens China Central Television (CCTV).

Foxconn hat in dem Werk in Chengdu, im Südwesten Chinas, bereits 100.000 Beschäftigte, obwohl der Bau der Fabriken erst im vergangenen Jahr begonnen hat. Die Explosion soll durch brennbaren Staub ausgelöst worden sein, wie die Agentur berichtet. Welche Produkte in dem Bereich gefertigt werden, sagte Ding nicht. Nach einem Bericht der Branchenzeitung Digitimes werden das iPad 2 und iPhone 4 in Chengdu gefertigt. Hauptsächlich findet die Produktion für diese Apple-Produkte aber im Foxconn-Werk in Shenzhen statt, wo mehrere Arbeiter wegen der unmenschlichen Arbeitsbedingungen Suizid begingen. Auch die chinesische Wirtschaftszeitung Economic Observer(öffnet im neuen Fenster) berichtet aus Beschäftigtenkreisen, dass in der Fabrik das iPad 2 gefertigt wird. Foxconn-Chef Terry Gou soll zu dem Unglücksort gereist sein, wo der Konzern 2 Milliarden US-Dollar investiert hat.

Steve Dowling, ein Apple-Sprecher, sagte der in Hongkong erscheinenden South China Morning Post(öffnet im neuen Fenster) : "Wir arbeiten in der Sache eng mit Foxconn zusammen, um zu verstehen, was die Ursache dieses schrecklichen Ereignisses war. Wir sind zutiefst betrübt über diese Tragödie."


Relevante Themen