Anonymous: "Wir haben kein Atomkraftwerk angegriffen"
Das Kollektiv Anonymous hat sich zu den Angriffen auf die Webseite des Bundeskriminalamts und auf Polizei.de bekannt, jedoch dementiert, dass Atomkraftwerke in Frankreich jemals das Ziel der Aktivisten waren. Das Vorgehen gegen die Server der Polizei und die offizielle Webseite der deutschen Polizei sei als Reaktion auf die Beschlagnahmung der Webserver der Piratenpartei erfolgt.
In einer offenbar authentischen Erklärung(öffnet im neuen Fenster) heißt es zugleich, dass es unterschiedliche Strömungen innerhalb von Anonymous gebe: "Cyberaktivisten des Widerstandskollektivs Anonymous haben als Antwort darauf die Webpräsenzen der Polizei und des BKA angegriffen. Dadurch wurde jedoch keinesfalls die Verfolgung von Straftätern beeinträchtigt, dies war nie die Absicht. Aufgrund der Härte im Umgang mit der Piratenpartei wurden diese Behörden schnell zum Ziel von losen Strömungen innerhalb von Anonymous. Es existieren noch keine kollektiven Operationen." Polizei.de ist immer noch offline.
Der Spiegel(öffnet im neuen Fenster) hatte unter dem Titel "Durchsuchung bei Piratenpartei: Hacker planten Angriff auf AKW-Betreiber" berichtet, dass der französische Energiekonzern Électricité de France (EDF) "offenbar im Visier von Hackern" stand. Dagegen betonten die Aktivisten: "Anonymous hat am 18. April im Rahmen von Operationgreenrights lediglich die Webpräsenz von EDF mit einer Distributed-Denial-of-Service-Attacke angegriffen. Dabei ist es unmöglich, die Kontrolle über ein Atomkraftwerk zu übernehmen" oder Schaden anzurichten. Es sei unsinnig, anzunehmen, dass die hochkritische Infrastruktur mit einer direkten Verbindung zum Internet betrieben werde.
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