• IT-Karriere:
  • Services:

Beschlagnahmung

Polizei nimmt zentrale Server der Piratenpartei offline

Piratenpartei.de ist offline. Wegen Ermittlungen zu einem öffentlichen Dienst auf einem virtuellen Server der Piratenpartei haben Ermittler eine Vielzahl der Server beschlagnahmt. Gerüchteweise soll Anonymous das öffentliche Piratenpad genutzt haben, für die Planung einer Aktion.

Artikel veröffentlicht am ,
Foto vom August 2009
Foto vom August 2009 (Bild: Getty Images)

Die Polizei hat Server der Piratenpartei beschlagnahmt. Das teilte die Netzpolitikpartei bei Twitter mit. "Unsere Server sind vorübergehend auf polizeiliche Anweisung offline. Keine Panik, wir sind dran. Infos folgen", heißt es da in einem Beitrag.

Stellenmarkt
  1. akf bank GmbH & Co KG, Wuppertal
  2. Diehl Metering GmbH, Ansbach

Wie Golem.de aus informierten Kreisen erfahren hat, soll Anonymous eines der öffentlichen Pads der Piratenpartei für die Planung einer Aktion genutzt haben.

Hintergrund sei ein französisches Ermittlungsersuchen, erklärte der Bundesvorstand der Piratenpartei. "Am Morgen des 20. Mai 2011" habe die Polizei eine Vielzahl von Servern der Piratenpartei Deutschland beschlagnahmt, die bei der Firma AixIT in Offenbach gemietet sind. Die Partei habe den Ermittlern die Zugänge zur technischen Infrastruktur der Piratenpartei zur Verfügung gestellt. Angaben zum Anlass der Ermittlungen wurden nicht gemacht. Bei der Aktion ginge es den Ermittlungsbehörden zufolge um einen einzelnen öffentlichen Dienst auf einem virtuellen Server der Piratenpartei. Die Partei sei lediglich als "Betreiber der Server involviert".

"Die Abschaltung aller Server ist ein massiver Eingriff in die Kommunikations- und Informationsstruktur der sechstgrößten Partei Deutschlands", protestieren die Mitglieder des Bundesvorstands der Piratenpartei Deutschland Sebastian Nerz, Bernd Schlömer, Marina Weisband, Rene Brosig, Wilm Schumacher, Matthias Schrade und Gefion Thürmer. "Angesichts der in zwei Tagen anstehenden Bürgerschaftswahlen in Bremen wird hier politisch ein massiver Schaden angerichtet, den der Bundesvorstand der Piratenpartei Deutschland aufs Entschiedenste verurteilt."

Zu klären sei, ob die erfolgte Durchsuchungs- und Beschlagnahmeanordnung den rechtlichen Vorgaben entsprochen hat, insbesondere ob die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit gewahrt wurden.

Nachtrag vom 20. Mai 2011, 23:50 Uhr:

Der Vorsitzende der Piratenpartei, Bernd Schlömer, hatte sich am Freitagabend in einem Videostatement zu den Vorgängen geäußert - wir haben das Video diesem Artikel hinzugefügt. Schlömer distanzierte sich darin auch von den Hackerangriffen auf die Webseiten des Bundeskriminalamts und der Polizei.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-47%) 21,00€
  2. (-91%) 2,20€
  3. (-87%) 2,50€

Bachsau 26. Mai 2011

Auch eine Methode, politisch unbequeme Aktivisten los zu werden.

Shimitsu 23. Mai 2011

Ich würde sie eher Aktivisten nennen.

masterofdisaster 23. Mai 2011

das ist aber nicht die feine englische art

Anonymer Nutzer 22. Mai 2011

Auf Basis internationaler Rechtshilfeabkommen ist es gängige Praxis, dass Behörden eines...

Der Kaiser! 21. Mai 2011

Japp. :)


Folgen Sie uns
       


Doom Eternal - Test

Doom Eternal ist in den richtigen Momenten wieder eine sehr spaßige Ballerorgie, wird aber an einigen Stellen durch Hüpfpassagen ausgebremst.

Doom Eternal - Test Video aufrufen
Cyberpunk 2077 angespielt: Zwischen Beamtenbestechung und Gunplay mit Wumms
Cyberpunk 2077 angespielt
Zwischen Beamtenbestechung und Gunplay mit Wumms

Mit dem Auto von der Wüste bis in die große Stadt: Golem.de hat den Anfang von Cyberpunk 2077 angespielt.
Von Peter Steinlechner

  1. CD Projekt Red Cyberpunk 2077 nutzt Raytracing und DLSS 2.0
  2. Cyberpunk 2077 Die Talentbäume von Night City
  3. CD Projekt Red Cyberpunk 2077 rutscht in Richtung Next-Gen-Startfenster

Kryptographie: Die europäische Geheimdienst-Allianz Maximator
Kryptographie
Die europäische Geheimdienst-Allianz Maximator

Mit der Maximator-Allianz haben fünf europäische Länder einen Gegenpart zu den angelsächsischen Five Eyes geschaffen.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Security Bundestagshacker kopierten Mails aus Merkels Büro
  2. Trumps Smoking Gun Vodafone und Telefónica haben keine Huawei-Hintertür
  3. Sicherheitsforscher Daten durch Änderung der Bildschirmhelligkeit ausleiten

Unix: Ein Betriebssystem in 8 KByte
Unix
Ein Betriebssystem in 8 KByte

Zwei junge Programmierer entwarfen nahezu im Alleingang ein Betriebssystem und die Sprache C. Zum 50. Jubiläum von Unix werfen wir einen Blick zurück auf die Anfangstage.
Von Martin Wolf


      •  /