Google: Erhalten Android-Smartphones ein Mäntelchen?
Mehr als 100 Patente hat Google von Modu übernommen, berichtet die israelische Tageszeitung Globes(öffnet im neuen Fenster). Dafür zahlte Google 17 Millionen Schekel, das entspricht einer Summe von 3,42 Millionen Euro. Noch Ende April 2011 war Google nur bereit, 7 Millionen Schekel (1,4 Millionen Euro) für die Modu-Patente zu zahlen(öffnet im neuen Fenster). Im Februar 2008 zeigte Modu erstmals sein modulares Handykonzept. Mittels Jackets können die Basisfunktionen eines Mobiltelefons erweitert werden.
Das Konzept von Modu sieht ein Basisgerät vor, das alle relevanten Funktionen bietet. Dieses Basisgerät kann in Jackets gesteckt werden, um zusätzliche Funktionen, aber auch technische Verbesserungen zu erhalten. So kann das Display im Jacket eine höhere Auflösung und eine größere Fläche als das Basisgerät selbst haben. Der Modu-Besitzer kann etwa beim Joggen ein anderes Jacket verwenden, als wenn er beruflich unterwegs ist oder abends ausgeht. Dabei stehen alle Handydaten immer zur Verfügung, weil das Basismodul gleich bleibt.
Seit Anfang des Jahres wird Modu aufgelöst, weil das Unternehmen zahlungsunfähig ist. 90 Millionen Euro (450 Millionen Schekel) betrug der Verlust des Unternehmens, das nun Banken und Gläubigern mehrere Millionen Euro schuldet.
Es ist nun also denkbar, dass Google die Modu-Patente für künftige Android-Smartphones verwendet. Dann könnten die Basisfunktionen in einem kompakten Smartphone enthalten sein, das sich mittels Jackets nach den entsprechenden Anforderungen anpassen ließe.