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PSN-Hack: Staatliche IT-Experten beschweren sich über Sony

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik beschwert sich öffentlich im Zusammenhang mit dem Hack des Playstation Network über Sony . Sicherheitsbedenken seien bisher nicht ausgeräumt, konkrete Fragen sowie Bitten um Gesprächstermine würden nicht mehr beantwortet.
/ Peter Steinlechner
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Logo Playstation Network (Bild: Sony)
Logo Playstation Network Bild: Sony

"Ich bedaure, dass Sony unserem Ersuchen nach Informationen zu den IT-Sicherheitsvorfällen, die auch Bürgerinnen und Bürger in Deutschland betreffen, bisher nicht in ausreichendem Maße nachgekommen ist" , beschwert sich Michael Hange, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik(öffnet im neuen Fenster) (BSI), über das Vorgehen von Sony nach dem Einbruch von bislang Unbekannten in das Playstation Network (PSN). Bei dem Hack im April 2011 wurden persönliche Daten von rund 100 Millionen Nutzern weltweit kopiert, das Netzwerk war danach rund drei Wochen lang offline.

Sony entschuldigt sich für PSN-Hack
Sony entschuldigt sich für PSN-Hack (02:59)

Hange ist der Auffassung, dass seine Behörde mit einem Eckpunktepapier zur Informationssicherheit in E-Commerce-Systemen "Sony eine gute Basis für konstruktive, lösungsorientierte Gespräche geboten" habe. Er ergänzt: "Aus Sicht des BSI als Interessenvertreter der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wäre eine Präsentation der bestehenden und verbesserten Sicherheitsmaßnahmen vor Wiederinbetriebnahme der Onlinedienste uns gegenüber wünschenswert, damit wir gemeinsam die Sicherheit der Kundendaten verbessern können."

Das BSI(öffnet im neuen Fenster) habe unmittelbar nach Bekanntwerden der Sicherheitslücken mit Sony Kontakt aufgenommen, um im Auftrag des Bundesministeriums des Innern Informationen zu Einzelheiten des Angriffs, das genaue Ausmaß des eingetretenen Schadens sowie den getroffenen Maßnahmen zu erhalten. Der Dialog sei zunächst konstruktiv gewesen. Sony habe vom BSI konkrete Lösungsvorschläge in Form eines Eckpunktepapiers mit Mindestanforderungen zur Informationssicherheit bei E-Commerce-Systemen erhalten. Das Unternehmen habe jedoch mit Verweis auf laufende technische Analysen die konkreten Fragen des BSI nicht beantwortet. Der Bitte des BSI nach einem Gesprächstermin, um die Vorfälle zu analysieren und die Auswirkungen für die Nutzer in Deutschland zu erörtern, sei Sony bisher nicht nachgekommen.

In Japan sind die staatlichen Datenschützer noch einen Schritt weiter gegangen: Die zuständige Behörde verhindert den Neustart des Playstation Network , weil Bedenken über die Datensicherheit bestehen.


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