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Groklaw 2.0

Juraprofessor Mark Webbink ersetzt Pamela Jones

Die Webseite Groklaw wird nicht eingestellt, obwohl sich Pamela Jones wie angekündigt zurückzieht. Die Nachfolge übernimmt der Juraprofessor und ehemalige Chefjurist von Red Hat Mark Webbink.

Artikel veröffentlicht am ,
Mark Webbink, der neue Herausgeber von Groklaw
Mark Webbink, der neue Herausgeber von Groklaw (Bild: Duke University)

Nach dem Rückzug von Pamela Jones wird Groklaw nicht eingestellt, sondern erhält eine neue Führung: Der ehemalige Chefjurist von Red Hat, Mark Webbink, übernimmt die Seite. Webbink arbeitet als Anwalt, ist Mitglied im Vorstand des Software Freedom Law Center und Gastprofessor an der New York Law School und Dozent an Duke University School of Law. Er lehrt auf dem Gebiet des sogenannten geistigen Eigentums, das heißt Patent-, Urheber- und Markenrecht. Pamela Jones hat vor zwei Monaten angekündigt, dass sie ab dem 16. Mai 2011 keine Artikel mehr auf Groklaw veröffentlichen wird. Zur Begründung erklärte sie, dass der Rechtsstreit SCO gegen Linux abgewehrt sei.

Patente sind die neue Bedrohung

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Viele der Communitymitglieder baten sie daraufhin weiterzumachen. Pamela Jones suchte deshalb eine neue Spitze für die Webseite. Sie entschied sich mit dem Anwalt Webbink für einen Spezialisten für Patentrecht, da sie Linux und freie Software in der Zukunft vor allem durch Rechtsstreite um Softwarepatente bedroht sieht.

Vor allem Microsoft mit seinen Patenten sei der neue Gegner, erklärte Jones. Auch verschiebe sich die Thematik der Auseinandersetzungen von Servern auf den mobilen Bereich, besonders Android sei betroffen. Sie habe das Patentrecht nie gemocht und hoffe, dass Software und Patente eines Tages zwei getrennte Dinge seien. Webbink kenne sich auf dem Gebiet wesentlich besser aus als sie und sei der kompetentere Ansprechpartner.

Groklaw mit leicht veränderten Inhalten

Webbink kennt Groklaw seit seinem Entstehen, es wurden sogar einige seiner Artikel auf der Webseite veröffentlicht. Mit dem Wechsel der Führung soll die Seite mit anderen Inhalten gefüllt werden. Geplant ist zum Beispiel, dass Studenten von Webbink Artikel auf Groklaw veröffentlichen. Auch sollen Jura- und Informatikprofessoren zu Inhalten der Seite beitragen. Jones sagte, sie sei überzeugt, dass sich die Qualität der Informationen steigern werde, immerhin sei Webbink Anwalt und Professor, während Jones nur Anwaltsgehilfin sei.

Jones fordert die Community auf, auch mit Webbink zusammenzuarbeiten. "Die gesamte Idee hinter Groklaw war von Anfang an und ist weiterhin, die juristische und die technische Gemeinschaft zusammenzubringen, damit beide sinnvoll zusammenarbeiten können. In der Hoffnung, dass das Wissen der Gruppe lehrreich für jeden ist und dass als Resultat Gerichtsurteile mehr auf der Wirklichkeit beruhen, sowohl technisch als auch rechtlich. Wenn wir zusammenarbeiten, gibt es nirgendwo eine Kanzlei, die sich mit der Tiefe unserer Recherche messen kann."

In einem Interview auf opensource.com stellt Jones klar, dass sie sich nach der Übergangsphase wieder ihrem Privatleben widmen werde. Sie brauche wirklich eine Ruhephase.



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