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Von vornherein geschlossen

Doch greift es zumindest eine Forderung von Datenschützern auf: die Art des voreingestellten Datenschutzes. Derzeit sind - meldet man sich beispielsweise bei Facebook an - alle Einstellungen so gestaltet, dass sie sämtliche Informationen öffentlich machen. Das Profil ist offen einsehbar, zumindest bei Erwachsenen oder denen, die sich dafür ausgeben. Wer das nicht will, muss aktiv seine Einstellungen verändern, um seine Privatsphäre besser zu schützen. Nach Aussage von Facebook tut das nur etwa die Hälfte aller Nutzer. Die andere Hälfte der 600 Millionen lässt ihr Profil offen wie ein Buch.

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Die persönlichen Daten Minderjähriger hingegen sind auch jetzt schon standardmäßig nur für Freunde sichtbar. Allgemein zugänglich sind sie nicht, und sie werden auch nicht von Suchmaschinen gefunden. Vorausgesetzt allerdings, der Nutzer hat bei der Anmeldung angeben, dass er noch minderjährig ist.

Der Entwurf fordert, die Privatsphäre-Optionen sollten grundsätzlich andersherum funktionieren. Wer sich neu anmeldet, dessen Profil sollte erst einmal geschlossen sein, unabhängig vom Alter. SB 242 sieht vor, dass anfangs lediglich "Name und Heimatstadt" sichtbar sein dürfen. Die Veröffentlichung anderer Informationen brauche die aktive Zustimmung des Nutzers. Solche Forderungen werden auch von der Europäischen Union erhoben.

Die EU aber geht noch weiter. In einer Selbstverpflichtung zum Jugendschutz (PDF), die viele Netzwerke inzwischen unterschrieben haben, ist ein weitaus strengeres Ziel definiert: Dienste, die für Erwachsene gedacht sind, sollten Jugendliche korrekt identifizieren und von ihrem Angebot ausschließen. Die Verantwortung liegt demnach bei den Betreibern der Netzwerke, nicht bei den Betroffenen oder ihren Eltern.

Lässt man die Eltern eingreifen, klingt das eher nach dem letzten - und eher verzweifelten - Weg. Außerdem setzt das voraus, dass Eltern sich überhaupt für die Aktivitäten ihrer Kinder interessieren - wenn sie denn davon wissen. Das tun jedoch die wenigsten, wie die Studie des Consumer Reports zeigt: Nur zehn Prozent der Eltern von Zehnjährigen sprechen demnach mit ihren Kindern über das Thema soziale Netzwerke.

Es sind auch nur 18 Prozent der befragten Eltern mit ihren Kindern im Netzwerk selbst befreundet. Was aber derzeit wohl noch einer der effektivsten Wege ist, zu sehen, was der Nachwuchs dort so treibt. [Der Artikel erschien zuerst bei Zeit Online]

 Soziale Netzwerke: Wenn Mama den Facebook-Account löscht
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renegade334 19. Mai 2011

Es nervt einfach, dass man immer öfter an Facebook gezwungen wird, wenn man in gewissen...

righton 19. Mai 2011

@Turrican: Man kann seinen Account sehr wohl löschen! -> https://ssl.facebook.com/help...

tomchen 18. Mai 2011

Gelten hier überhaupt deutsche Gesetze? Facebook erbringt doch gar keine "Dienstleistung...

tomchen 18. Mai 2011

Die Kommunikation, miteinander Leben, gesellschaftlich... eben soziale Verbindungen...

tomchen 18. Mai 2011

es geht doch nicht darum das sich der Konzern sozial engagiert, sondern um soziale...


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