Abo
  • Services:

Geminoid-DK

Henrik Schärfe stellt sein robotisches Alter Ego vor

Der dänische Wissenschaftler Henrik Schärfe hat von dem japanischen Robotiker Hiroshi Ishiguro ein robotisches Porträt anfertigen lassen. Schärfe will mit dem Geminoid-DK die Kommunikation zwischen Mensch und Roboter erforschen.

Artikel veröffentlicht am ,
Gemischte Zwillinge: Henrik Schärfe und der Roboter Geminoid-DK
Gemischte Zwillinge: Henrik Schärfe und der Roboter Geminoid-DK (Bild: Geminoid-DK)

Er ist der dritte humanoide Roboter des Japaners Hiroshi Ishiguro und das erste robotische Alter Ego einer Langnase: Geminoid-DK ist ein robotisches Porträt des dänischen Wissenschaftlers Henrik Schärfe von der Universität in Aalborg.

Stellenmarkt
  1. Bosch Rexroth, Lohr am Main
  2. Lands' End GmbH, Mettlach

Geminoid-DK ist eine genaue Kopie Schärfes. Wie die anderen Geminoids kann auch er Kopf und Gesicht bewegen. Er verfügt über ein Mienenspiel und kann sprechen. Gesteuert wird der Roboter von einem Menschen. Der sitzt vor einem Computer mit einer Kamera und einem Mikrofon. Er spricht in den Computer, der Sprache und Bewegungen aufnimmt und auf den Roboter überträgt.

Der Roboter ist kürzlich in Dänemark eingetroffen und wurde jetzt der Öffentlichkeit präsentiert. Mit dem Geminoid-DK will Schärfe die Kommunikation zwischen Mensch und Roboter erforschen. Dafür hat er an der Aalborger Universität eigens das Geminoid Lab eingerichtet.

Kulturelle Unterschiede

Dabei wird es auch um die kulturellen Unterschiede im Umgang mit Robotern gehen. So scheinen viele Japaner und Südkoreaner im Umgang Robotern gegenüber aufgeschlossener zu sein als die Europäer. Möglicherweise werden sich die Dänen auch mit dem sogenannten Uncanny Valley (auf Deutsch etwa: unheimliches Tal) beschäftigen. Diese Theorie besagt, dass Menschen künstliche Figuren ablehnen, wenn sie ein allzu menschliches Aussehen oder Verhalten zeigen. Die Figuren können Roboter sein, aber auch Avatare oder Trickfiguren.

Das Tal bezeichnet dabei den Einbruch in einer Kurve, die die Akzeptanz nichtmenschlicher Wesen beschreibt. Wenn aus abstrakten Produktionsmaschinen humanoide Roboter mit menschlichen Attributen werden, wird die Akzeptanz zunächst größer. Wenn die Figur das menschliche Verhalten und Bewegungen jedoch allzu sehr imitiert, erzeugt das Unbehagen oder vehemente Ablehnung. Die Akzeptanzkurve bricht jäh ein - das Uncanny Valley.

Ishiguro leugnet das unheimliche Tal

Ishiguro selbst setzt sich mit seinen Kreationen über dieses Phänomen hinweg. Geminoid-DK ist der dritte von ihm geschaffene Roboter, der nach einem Menschen modelliert ist: Der erste war der Geminoid HI-1, den Ishiguro im Jahr 2006 nach seinem eigenen Abbild gebaut hat. 2010 stellte der Robotiker Geminoid-F vor, für den eine junge Japanerin Modell saß.

Ebenfalls 2010 präsentierte Ishiguro den Telenoid R1, der als Telepräsenzroboter eingesetzt werden soll. Der unheimliche Roboter hat keine Beine, zwei Stummelarme und ein Gesicht, in dem Mund und Nase nur angedeutet sind. Das wenig modellierte Gesicht soll laut Ishiguro zur Projektionsfläche werden, auf der sich der Nutzer, wenn er mit dem Telenoid spricht, das Gesicht des Gesprächspartners vorstellt. Eine Miniausführung des Telenoid, der Elfoid, soll nach den Vorstellungen des Robotikers sogar künftig das Mobiltelefon ersetzen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Steelseries Arctis 5 Headset 79,90€, VU+Solo 2 SAT-Receiver 164,90€, Intenso 960-GB-SSD...
  2. (heute u. a. UHD-Fernseher von Samsung, Kameraobjektive, Büro- und Gamingstühle, Produkte von TP...
  3. (u. a. MSI X370 Gaming Plus + AMD Ryzen 5 1600 für 199€ statt ca. 230€ im Vergleich und Cooler...
  4. 159€ (Vergleichspreis 189,90€)

elgooG 17. Mai 2011

Zumindest bekommt der Ausspruch "Go f*ck yourself"/"F*ck dich doch!" eine neue Qualität. ;-D

Bibabuzzelmann 17. Mai 2011

Das is ja ein geiles Spielzeug...will auch einen haben :)


Folgen Sie uns
       


i-Cristal autonomer Bus - Interview (englisch)

Der nächste Schritt steht an: Der französische Verkehrsbetrieb plant einen Test mit einem autonom fahenden Bus. Er soll Anfang 2020 in einer französischen Großstadt im normalen Verkehr fahren.

i-Cristal autonomer Bus - Interview (englisch) Video aufrufen
Sky Ticket mit TV Stick im Test: Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser
Sky Ticket mit TV Stick im Test
Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser

Gute Inhalte, aber grauenhafte Bedienung: So war Sky Ticket bisher. Die neue Version macht vieles besser, und mit dem Sky Ticket Stick lässt sich der Pay-TV-Sender kostengünstig auf den Fernseher bringen. Besser geht es aber immer noch.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Comcast Bezahlsender Sky für 38,8 Milliarden US-Dollar verkauft
  2. Videostreaming Wiederholte Sky-Ausfälle verärgern Kunden
  3. Sky Ticket TV Stick Sky verteilt Streamingstick de facto kostenlos

Red Dead Redemption 2 angespielt: Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen
Red Dead Redemption 2 angespielt
Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen

Überfälle und Schießereien, Pferde und Revolver - vor allem aber sehr viel Interaktion: Das Anspielen von Red Dead Redemption 2 hat uns erstaunlich tief in die Westernwelt versetzt. Aber auch bei Grafik und Sound konnte das nächste Programm von Rockstar Games schon Punkte sammeln.
Von Peter Steinlechner

  1. Red Dead Redemption 2 Von Bärten, Pferden und viel zu warmer Kleidung
  2. Rockstar Games Red Dead Online startet im November als Beta
  3. Rockstar Games Neuer Trailer zeigt Gameplay von Red Dead Redemption 2

Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

    •  /