Nvidia-Chef: Händler und hohe Preise behindern Erfolg von Android-Tablets

Nividia-Mitbegründer Jen-Hsun Huang hat in einem Gespräch mit Cnet(öffnet im neuen Fenster) drei Gründe für die enttäuschenden Verkaufszahlen von Honeycomb-Tablets wie dem Acer Iconia und dem Motorola Xoom genannt: "Es ist ein Problem am Verkaufsort. Es liegt an den Fachkenntnissen im Handel" , sagte Jen-Hsun Huang zuerst.

Als zweiten Punkt nannte der Nvidia-Chef das kaum vorhandene Marketing für die Geräte. Drittens seien die Preise zu hoch: "Tablets sollten als Wifi-Konfiguration angeboten werden und erschwinglicher sein" , sagte Huang. Bei der als erstes verfügbaren Konfiguration machten die Hersteller Fehler, weil diese meist mit einem UMTS-Modul angeboten würden.
Einstiegsmodelle sind zu teuer
Günstigere Tablets würden sich aber schneller verkaufen als solche, die mit Vollausstattung und UMTS vorgestellt würden, sagte Huang weiter. Zudem gebe es immer noch zu wenig Software und andere Inhalte für die Geräte. Im Vergleich mit Apple, das nach eigenen Angaben bereits am ersten Wochenende über eine Million iPad 2 absetzen konnte, ist der Erfolg anderer Hersteller immer noch bescheiden. So meldete Motorola von Februar bis April 2011 nur 250.000 verkaufte Xooms(öffnet im neuen Fenster) .
Huang hat am Erfolg der Tablets ein starkes Eigeninteresse, laufen doch Geräte wie das Xoom und das Iconia mit dem Nvidia-Chip Tegra 2 . Und "Tegra ist unsere Zukunft" , sagte Huang im Gespräch mit Golem.de auf der letzten GTC im Herbst 2010. Das Unternehmen will mit den mobilen SoCs stark wachsen und jedes Jahr einen neuen Baustein vorstellen.

Huangs Kritik deckt sich mit Berichten aus Taiwan, wo die Tablethersteller kurz nach der Vorstellung von Apples iPad 2 regelrecht erschrocken gewesen sein sollen. Vor allem der unveränderte Preis von 499 US-Dollar für das günstigste Modell soll einige der Pläne für den Marktstart von Android-Tablets durchkreuzt haben. Die Unternehmen sollen daraufhin einige Geräte umgestaltet haben, um sie günstiger zu machen. Vor allem dem IPS-Display des iPad etwas entgegenzusetzen, soll dabei ein Problem sein. So sagte auch Asus-Chef Jerry Shen Golem.de auf der Cebit: "399 Dollar für ein IPS-Tablet zu erreichen, ist richtig schwer."



