3D-Modell

Mount-Everest mit Software besteigen

Deutsche Forscher haben ein dreidimensionales Modell des Mount Everest mit einer Genauigkeit von 50 Zentimetern Kantenlänge errechnet. Grundlage sind Bilder von Satelliten. Nun können gefahrlos Touren in hoher Auflösung am Bildschirm verfolgt werden, an denen sonst nur Extrembergsteiger teilnehmen können.

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Mount Everest in 3D
Mount Everest in 3D (Bild: Realitymaps)

Eigentlich wurde die Software für eine Marsmission entwickelt. Damit könnten Fotos einer Stereokamera vom Marsberg Olympus Mons dreidimensional visualisiert werden. Doch das funktioniert auch mit Satellitenaufnahmen vom höchsten Berg der Erde.

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Dazu hat das Deutsche Institut für Luft- und Raumfahrt Fotos der Satelliten Worldview 1 und Worldview 2 sowie Aufnahmen des deutschen Satellitensystems Rapid Eye genutzt, das aus fünf einzelnen Satelliten besteht. Daraus wurde ein virtuelles Abbild des Mount Everest errechnet. Die 3D-Modelle entstanden aus einer Kooperation des DLR, der Firma 3D Realitymaps und Digitalglobe. Letztere lieferte die Fotos der Satelliten Worldview 1 und 2.

  • 3D Realitymaps Online -  Everest 3D (Bild: Realitymaps)
  • 3D Realitymaps Online -  Everest 3D (Bild: Realitymaps)
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  • 3D Realitymaps Online -  Everest 3D (Bild: Realitymaps)
  • 3D Realitymaps Online -  Everest 3D (Bild: Realitymaps)
  • 3D Realitymaps Online -  Everest 3D (Bild: Realitymaps)
3D Realitymaps Online - Everest 3D (Bild: Realitymaps)

"Digitalglobe hat die Satellitendaten an verschiedene internationale Institutionen gegeben, mit dem Auftrag, daraus hochauflösende dreidimensionale Modelle zu generieren", so Frank Lehmann, Leiter der Abteilung Sensorkonzepte- und Anwendungen in der Einrichtung Optische Informationssysteme am Institut für Robotik und Mechatronik des DLR.

Höchste Sat-Auflösung im zivilen Bereich

Um das 3D-Modell des 8.848 Meter hohen Mount Everest zu errechnen, werden Satellitenaufnahmen aus unterschiedlichen Betrachtungswinkeln genutzt, um die Oberflächenmodelle mit Hilfe von Photogrammetrie zu errechnen. Diese Rohdaten wurden von Realitymaps als 3D-Modell mit Texturen zusammengerechnet.

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Die Satellitendaten haben eine Auflösung von 50 x 50 cm. Mehr sei von zivilen Satelliten derzeit nicht erhältlich, so das DLR. Die Luftbilder, die bei Google Maps zu sehen sind, basieren nach Angaben von Lehmann auf Geländemodellen von 30 bis 90 Metern Auflösung.

Software zur eigenen Bergbesteigung kostenlos

Unter www.everest3D.de kann die Tour einer Mitte April 2011 gestarteten Bergsteigergruppe am Modell verfolgt werden. Die Expedition besteht aus 15 Personen. Der Gipfel soll zwischen dem 16. und 20. Mai 2011 erreicht werden.

Zum Betrachten der 3D-Modelle ist eine kostenlose Software von Realitymaps erforderlich, die für Windows und Mac OS X auf der Everest3d-Website zum Download angeboten wird.

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