Linuxtag 2011 Die Benutzer sind mit der neuen Version des Gnome-Desktops weit zufriedener, als das Gnome-Team erwartet hat. Das sagte der bisherige Release-Manager Vincent Untz in einem Interview mit Golem.de.
Gnome-Release-Manager Vincent Untz auf dem Linuxtag 2011Bild:
Golem.de
Das Gnome-Team(öffnet im neuen Fenster) hat mit viel negativem Feedback zu der aktuellen Version des Gnome-Desktops gerechnet, jetzt ist es positiv überrascht: "Natürlich gab es auch Kritik an dem Wechsel, aber weit weniger, als wir erwartet haben", sagt Vincent Untz vom Gnome-Projekt in einem Interview am Rande des Linuxtags 2011.
Mit unerwartet wenig Widerstand reagierten die Nutzer auf das fast völlig neue Layout und die veränderte Funktionalität, sagt Untz. Trotz des vollkommen neuen Konzepts zeigten sich die meisten bereits kurz nach Erscheinen von Gnome 3 zufrieden mit dem neuen Layout und Design.
Bild 1/27: Der neue Gnome-Desktop
Bild 2/27: Die Systemeinstellungen sind über ein zentrales Fenster zugänglich.
Bild 3/27: Desktopbenutzer sind auf Tastenkombinationen angewiesen, um teils häufige Mausklicks und überlange Wege zu kompensieren.
Bild 4/27: Gnome 3 integriert das Konzept virtueller Desktops hier unter den sogenannten Aktivitäten.
Bild 5/27: Dort sind auch die Verknüpfungen zu den Anwendungen untergebracht.
Bild 6/27: Wie auch beim Vorgänger können Anwendungen über ein Eingabefenster gestartet werden. Allerdings muss der Anwender dessen Namen wissen.
Bild 7/27: Fenster können über das Kontextmenü der Titelleiste auf die virtuellen Desktops verteilt werden.
Bild 8/27: Gnome 3 bietet Snapping-Window. Mit dem Ziehen eines Fensters an den oberen Rand wird in den Vollbildmodus geschaltet,...
Bild 9/27: ... beim Ziehen an den Rand...
Bild 10/27: ... werden die Fenster gekachelt.
Bild 11/27: Geöffnete Fenster auf dem Gnome-3-Desktop
Bild 12/27: In den Aktivitäten werden geöffnete Fenster im Exposé-Modus angezeigt,...
Bild 13/27: ... jeweils per virtuellem Desktop.
Bild 14/27: Ein Umschalter für die virtuellen Desktops
Bild 15/27: Der Taskmanager von Gnome 3
Bild 16/27: Das Startmenü enthält beispielsweise eine Verknüpfung zu den Systemeinstellungen.
Bild 17/27: Über das gleichzeitige Drücken der Alt-Taste kann der Anwender den Rechner ausschalten.
Bild 18/27: Wichtige Systemwerkzeuge sind in der Taskleiste untergebracht.
Bild 19/27: Die Suche beschränkt sich auf die Eingabe von genauen Begriffen, ...
Bild 20/27: ... zeigt aber bereits einige genutzten Dateien an.
Bild 21/27: Der Taskmanager zeigt mehrere Instanzen geöffneter Anwendungen an.
Bild 22/27: Anwendungen können zum Favoritenmenü hinzugefügt werden.
Bild 23/27: Systemmeldungen tauchen nur kurz am unteren Rand des Bildschirms auf, sind aber noch über entsprechende Symbole abrufbar.
Bild 24/27: Anwendungen lassen sich öffnen, wenn Starter in einen virtuellen Desktop gezogen werden.
Bild 25/27: In dieser Gnome-Version ist der Code eingefroren.
Bild 26/27: Die Aktivitäten unter Gnome 3 mit geöffneten Fenstern in virtuellen Desktops
Bild 27/27: Systemmeldungen werden am unteren Rand angezeigt.
Insgesamt 20 Kernentwickler haben an der Umsetzung von Gnome 3 gearbeitet. Dazu kamen hunderte von Freiwilligen, die an den Übersetzungen, der Dokumentation und dem Aufspüren von Bugs beteiligt waren. Erste Konzepte für Gnome 3 entstanden bereits 2008 und wurden weitgehend umgesetzt. An dem ursprünglichen Design wurde nur einmal etwas geändert: Im Oktober 2010, nachdem eine Terminverschiebung fällig war, beschloss das Gnome-Projekt, die Gnome-Shell nochmals leicht zu verändern.
Auf die Kritik, Gnome sei nicht so konfigurierbar wie andere Desktops, entgegnet Untz, dass die vielen Konfigurationsoptionen lediglich versteckt seien und für Poweruser durchaus zur Verfügung stünden. Einige wichtige Änderungsoptionen gibt es bereits im Konfigurationswerkzeug Gnome-Tweaktool. Aber das Gnome-Team werde auch auf Benutzerwünsche eingehen und dort weitere Optionen einpflegen.
Ziel des Gnome-Teams bleibe aber, dem Anwender einen einheitlichen Desktop zu bieten, erklärt Untz. Er und sein Team seien davon überzeugt, mit Gnome 3 auf dem richtigen Weg zu sein. Den Kritikern rät er: "Die Anwender, die mit den Änderungen nicht einverstanden sind, sollten zumindest paar Tage damit arbeiten, um zu urteilen."
Engere Anbindung an das Internet geplant
In den nächsten Monaten wollen die Gnome-Entwickler vor allem Bugs entfernen und wesentliche Kritikpunkte der Benutzer prüfen und gegebenenfalls beheben.
Das Gnome-Team will zusätzlich an einer zentralen Verwaltung für Kontaktdaten arbeiten. Sie soll beispielsweise zur Verwaltung von Webaccounts dienen und auch die Anmeldung bei Webdiensten wie Google oder Yahoo integrieren. Ziel ist es, Gnome nahtlos ans Netzwerk anzubinden, etwa um Bilder auf Flickr hochzuladen. Die Funktion soll in die nächste stabile Version integriert werden, die für September 2011 geplant ist.
Bild 1/27: Der neue Gnome-Desktop
Bild 2/27: Die Systemeinstellungen sind über ein zentrales Fenster zugänglich.
Bild 3/27: Desktopbenutzer sind auf Tastenkombinationen angewiesen, um teils häufige Mausklicks und überlange Wege zu kompensieren.
Bild 4/27: Gnome 3 integriert das Konzept virtueller Desktops hier unter den sogenannten Aktivitäten.
Bild 5/27: Dort sind auch die Verknüpfungen zu den Anwendungen untergebracht.
Bild 6/27: Wie auch beim Vorgänger können Anwendungen über ein Eingabefenster gestartet werden. Allerdings muss der Anwender dessen Namen wissen.
Bild 7/27: Fenster können über das Kontextmenü der Titelleiste auf die virtuellen Desktops verteilt werden.
Bild 8/27: Gnome 3 bietet Snapping-Window. Mit dem Ziehen eines Fensters an den oberen Rand wird in den Vollbildmodus geschaltet,...
Bild 9/27: ... beim Ziehen an den Rand...
Bild 10/27: ... werden die Fenster gekachelt.
Bild 11/27: Geöffnete Fenster auf dem Gnome-3-Desktop
Bild 12/27: In den Aktivitäten werden geöffnete Fenster im Exposé-Modus angezeigt,...
Bild 13/27: ... jeweils per virtuellem Desktop.
Bild 14/27: Ein Umschalter für die virtuellen Desktops
Bild 15/27: Der Taskmanager von Gnome 3
Bild 16/27: Das Startmenü enthält beispielsweise eine Verknüpfung zu den Systemeinstellungen.
Bild 17/27: Über das gleichzeitige Drücken der Alt-Taste kann der Anwender den Rechner ausschalten.
Bild 18/27: Wichtige Systemwerkzeuge sind in der Taskleiste untergebracht.
Bild 19/27: Die Suche beschränkt sich auf die Eingabe von genauen Begriffen, ...
Bild 20/27: ... zeigt aber bereits einige genutzten Dateien an.
Bild 21/27: Der Taskmanager zeigt mehrere Instanzen geöffneter Anwendungen an.
Bild 22/27: Anwendungen können zum Favoritenmenü hinzugefügt werden.
Bild 23/27: Systemmeldungen tauchen nur kurz am unteren Rand des Bildschirms auf, sind aber noch über entsprechende Symbole abrufbar.
Bild 24/27: Anwendungen lassen sich öffnen, wenn Starter in einen virtuellen Desktop gezogen werden.
Bild 25/27: In dieser Gnome-Version ist der Code eingefroren.
Bild 26/27: Die Aktivitäten unter Gnome 3 mit geöffneten Fenstern in virtuellen Desktops
Bild 27/27: Systemmeldungen werden am unteren Rand angezeigt.
Semantische Suche mit Tracker
Zudem ist geplant, die Dokumentverwaltung auf den Desktop zu bringen. Zuletzt genutzte Dateien sollen dort direkt angezeigt werden, eine Funktion, die dem angestrebten Konzept noch fehlt. Der Dateimanager soll nur noch zur Verwaltung geöffnet werden müssen, wenn beispielsweise Dokumente verschoben und umbenannt werden müssen.
Später soll die Suchfunktion erweitert werden, etwa um eine semantische Suche mit dem Werkzeug Tracker. Benutzer würden die Suche nicht nutzen, wenn sie mit zu vielen Eingabemasken versehen wäre, sagt Untz. Das Designteam werde dafür sorgen, dass der durchschnittliche Anwender nicht durch zu viele Optionen verwirrt werde: "Die meisten Benutzer sind davon begeistert, dass die neue Benutzeroberfläche zwar völlig anders, aber trotzdem intuitiv zu benutzen ist."