Hauptversammlung

Deutsche Telekom plant hohe Ausgaben für Netzwerk und Cloud

Die Milliarden aus dem Verkauf ihrer US-Tochter steckt die Deutsche Telekom auch in den Ausbau von Glasfasernetzen, UMTS und LTE. Köln werde 2011 die erste Großstadt in Deutschland sein, die die Telekom nahezu flächendeckend mit LTE versorgt.

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Hauptversammlung: Deutsche Telekom plant hohe Ausgaben für Netzwerk und Cloud
(Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom will einen Teil der 39 Milliarden US-Dollar aus dem Verkauf von T-Mobile USA in die Schuldentilgung, den Ausbau ihrer Netzwerke und in Cloud-Angebote stecken. Das sagte Konzernchef René Obermann am 12. Mai 2011 auf der Hauptversammlung des Unternehmens. Der deutsche Konzern bekommt 25 Milliarden US-Dollar in bar und 14 Milliarden US-Dollar in AT&T-Aktien.

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"Rund 13 Milliarden Euro aus der Transaktion wollen wir zunächst verwenden, um Schulden abzubauen", sagte Obermann. Rund 5 Milliarden Euro fließen zur Kurspflege in den Rückkauf von Aktien. Weitere Milliarden würden in den Bau "neuer, hochperformanter Netze" und Cloud-Services für Geschäftskunden und Internetangebote fließen, erklärte Obermann.

Große Übernahmen plane der Telekommunikationskonzern dagegen nicht. Obermann: "Wir brauchen Partnerschaften und auch die ein oder andere gezielte Ergänzung unseres Portfolios. Dabei geht es nicht um Multimilliardenübernahmen, die haben wir derzeit nicht im Visier."

Der Ausbau der Telekommunikationsnetzwerke sei dringend nötig: In Deutschland habe im vergangenen Jahr jeder Breitbandnutzer im Schnitt bereits rund 10 GByte pro Monat verbraucht, rechnete Obermann vor. Im ersten Quartal 2011 waren schon fast 60 Prozent aller in Deutschland verkauften Mobiltelefone Smartphones. Insgesamt habe der Konzern mehr als 800.000 Smartphones verkauft, davon 300.000 iPhones. "Wir brauchen mehr Kapazität im Netz und mehr Geschwindigkeit beim Netzzugang."

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Der Glasfaserausbau der Telekom bis in Haus sei angelaufen. Obermann wiederholte die gesenkten Ziele beim FTTH-Ausbau. Statt bisher 4 Millionen bis 2012 will die Telekom bis Jahresende 2011 nur noch 160.000 Haushalte anschließen. "In den nächsten Jahren wollen wir rund zehn Prozent unserer Anschlüsse für dieses Netz vorbereiten. Wir prüfen derzeit den Ausbau in über 100 Städten." Ob die Telekom 2012 einige Hunderttausend Glasfaseranschlüsse schaffe oder gar mehr, hänge stark davon ab, ob Hauseigentümer und Wohnungswirtschaft die entsprechenden Arbeiten ermöglichten, betonte der Manager.

Beim Mobilfunknetzausbau seien vergangenes Jahr rund 3.200 neue UMTS-Basisstationen in Betrieb genommen worden, um Netzabdeckung und Netzqualität zu verbessern. Noch in diesem Jahr werde Köln die erste Großstadt in Deutschland sein, die die Telekom nahezu flächendeckend mit LTE versorgt. "Weitere Städte folgen", kündigte Obermann an.

Cloud-Services, die verlässlich und sicher arbeiten, wolle die Telekom mit dem Gütesiegel und Verkaufsargument "Cloud made in Germany" anpreisen, um Unsicherheit der Kunden auszuräumen. Obermann: "Der Markt für solche Dienste wächst rasant: in Europa um rund 30 Prozent pro Jahr". Die Telekom wolle von diesem Trend überproportional profitieren.

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